Der vierte Schulaustausch zwischen Kontiolahti koulu und dem Ratsgymnasium ist mit dem Gegenbesuch unserer finnischen Freunde vom 19.-26.3 in Osnabrück abgeschlossen worden.

Finnische Austauschschüler zu Gast am Rats Bereits im September letzten Jahres hatten wir in Finnland Gelegenheit gehabt, Land und Leute und vor allem die finnische Partnerschule kennenzulernen. Die dort erlebten tollen Tage dienten uns natürlich als Ansporn, unseren Gästen ein möglichst ebenso tolles Erlebnis zu bieten: so standen neben der traditionellen Stadtführung und dem Workshop im Museum auch ein Besuch im Zoo und eine Tagesfahrt nach Bremen auf dem Programm. Abschließend kann man sicher sagen: auch in diesem Austausch sind wieder Freundschaften entstanden, die hoffentlich noch lange anhalten werden!

SCN

Für jeden Schüler der Klasse 9 b gab es eine originale Brille aus den Achtzigern oder Siebzigern: Retro live! Doch die Brillen wurden noch umgestaltet. Alles im Rahmen eines Wettbewerbs von Optik Krause.

Der Augenoptikermeister Matthias Krause (Optik Krause) hat dem Ratsgymnasium Osnabrück alte Brillenmodelle zur Verfügung gestellt und einen Wettbewerb für die beste Gestaltung ausgelobt. So hatte die Klasse 9 b im Rahmen des Kunst-Unterrichts (Kunstlehrerin Christiane Berger) die Brillen umgestaltet. Ganz unterschiedliche und fantasievolle Ideen wurden dabei individuell umgesetzt: die Poker-Brille, die Weihnachtsbrille, die Geld-Brille oder die WC-Brille – sogar Plakate zur Vermarktung waren zugelassen. Ganz einzigartig kreative und individuelle Ideenansätze haben die Schüler umgesetzt. Besonders freute sich Lisa Warner, die mit ihrem Maskenball-Modell den Hauptpreis von einer Ray-Ban Sonnenbrille mit nach Hause nehmen durfte. Ein schönes kooperatives Projekt das Lehrplan und Praxisbezug verband.

Alle Brillen sind im Schaufenster (bis Ende März in der Georgstraße 8 in 49074 Osnabrück) und auf der Homepage von Optik Krause (www.krause-optik.de) zu sehen.

BG

Befreites Lachen und vorsichtiges Jubeln prägten die Sekunden nach der Schlusssirene des Finalspiels im Landesentscheid „Jugend trainiert für Olympia“ im Basketball, denn gerade hatten die Schülerinnen des Ratsgymnasiums Osnabrück in der Wettkampfklasse II mit 38:24 die gastgebende Eichenschule Scheeßel bezwungen. Ein schweres Stück Arbeit lag hinter den jungen Basketballerinnen, doch letztendlich waren sie ihrer leichten Favoritenrolle gerecht geworden und konnten die begehrten Tickets zum Bundesfinale Anfang Mai nach Berlin in Emfang nehmen.

In den Vor- und Zwischenrundenspielen gegen das Felix-Klein-Gymnasium Göttingen (38:11) und das Gymnasium Adolfinum Bückeburg (40:8) hatten die Rats-Schülerinnen nur wenig Mühe. Alle eingesetzten Rats-Schülerinnen stammen aus der Talentschmiede des OSC und so konnten die starken Gastgeberinnen, bei denen die meisten Spielerinnen für die BG Rotenburg/Scheeßel in der weiblichen Nachwuchsbundesliga im Einsatz sind, nach anfänglichem Rückstand (2:8, 4. Minute) am Ende doch recht sicher besiegt werden. Cherina Kaiser (16 Punkte, davon 1 Dreier) lieferte dabei eine glänzende Vorstellung ab, weil sie trotz enger Mannverteidigung immer wieder erfolgreich punktete. Mit einer konzentrierten Offense und einer starken Defense zeigten Franca Riesmeier (9), Caro Lahrmann (6), Maren Grimm (3/1), Lina Girmann und Luise Krappen (4), dass nur ein echtes Team die Fahrkarten nach Berlin verdient hatte. Betreut wurde die Schulmannschaft des Ratsgymnasiums von Oberstufenschülerin Maya Girmann und Lehrer Jörg Scherz. Für das Ratsgymnasium spielten: Lina Girmann (2/0/0=2), Luise Krappen (2/7/2=11), Cherina Kaiser (11/9/18=38), Franca Riesmeier (13/10/9=32), Caro Lahrmann (8/8/6=22) und Maren Grimm (2/6/3=11).

SCZ

Nachdem das Comeniusprojekt „Colours of the Rainbow“ bereits erfolgreich in Deutschland und England stattgefunden hat, verbrachte eine Delegation vom Rats die dritte Besuchswoche in Kontiolahti (Finnland). In einer sehr abwechslungsreichen Projektwoche zum Oberthema Natur ging es um zahlreiche Aktivitäten in und außerhalb der Schule. Unsere SchülerInnen haben ihre kreativen Präsentationen zu deutschen Gärten, Tieren und Jahreszeiten sehr erfolgreich vorstellen können. Ein besonderes Highlight war der Ski- und Snowboardtag in Koli. Die berühmte Aussicht über die umgebende Seenlandschaft in Finnland gilt als nationales Symbol, das vielen Künstlern als Inspiration diente und dient.

Basisinformationen zum Projekt finden Sie auch auf unserer Projekthomepage http://eurainbow.eu unter „for guests -> general information“.

BUD

Am 13. und 14. Februar 2014 fand der diesjährige Regionalwettbewerb Jugend forscht und Schüler experimentieren in Lingen statt.

Zwölf Schüler der AG „Jugend forscht“ waren zusammen mit zwei Lehrkräften dabei und präsentierten sechs verschiedene Projekte:

1. Knete, die „intelligent“ ist? Luis Breulmann (8d) hat Näheres dazu herausgefunden und zudem einen Magnetstab für Menschen mit Rückenleiden gebastelt.

2. Wer kennt es nicht, man steht im Supermarkt und überlegt, was genau man zu Hause im heimischen Kühlschrank noch alles hat. Die Lösung ist der „intelligente Kühlschrank“ von Phillip Kasten und Torge Avermann (6a). Ein Produktscanner erfasst die Artikel und die automatisch erstellte Liste ist auf mobile Geräte übertragbar – ein innovatives und schön gestaltetes Projekt!

3. Der Traum über Wasser laufen zu können ist für Theo Amelingmeyer, Jakob zur Heide und Jan Witten (8a) ein Stück näher gerückt. Mit viel Einsatz und Ideenreichtum wurden „Flossen“ konstruiert, die den Füßen des Stirnlappenbasilisken (vermessen im Osnabrücker Zoo) nachempfunden waren. Der Praxistest im Moskaubad war ein schönes Erlebnis, auch wenn es noch nicht ganz geklappt hat…

4. Superabsorber hört sich spannend an – auch wenn man dafür Windeln untersuchen „muss“. Wie viel Wasser der Absorber aufnehmen kann und bei welcher Windel dies am besten gelingt, untersuchten Friedrich Amelingmeyer und Philipp Bischoff (6a). Das gelungene experimentelle Vorgehen wurde mit einem dritten Platz prämiert!

5. Staub stört und ist überflüssig – bis jetzt: Ole Frerichs und Justus Rocho (6a) haben zunächst Staub untersucht und kamen dann auf die Idee ihn sinnvoll zu nutzen: Warum nicht wieder Stoff aus Staub herstellen? Für ein kleines T-Shirt hat es bereits gereicht. Eine tolle Idee und ein schönes Projekt, das mit dem ersten Platz prämiert wurde. Es geht daher mit der Teilnahme am Landeswettbewerb Schüler experimentieren weiter. Die beiden Nachwuchsforscher erhielten außerdem den Sonderpreis der regionalen Wirtschaft der IHK Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim.

6. Ebenfalls einen ersten Platz – allerdings im Bereich Jugend forscht – erreichten Benedikt Neumann und Christoph Lehmann (12c3). Sie untersuchten Reibungswiederstände verschiedener Oberflächen beim Ruderboot. Für die wissenschaftlich anspruchsvolle Arbeit gab es zusätzlich den Sonderpreis der Hochschule Osnabrück.

Ende März finden die Landeswettbewerbe Schüler experimentieren in Oldenburg und Jugend forscht in Clausthal-Zellerfeld statt – es geht also spannend weiter.

Die regelmäßigen Treffen der AG starten dann wieder im Juni nach dem Abitur.

SLK

In der Fortsetzung des ersten Robotik-Workshops vom November 2013 ging es am 15. Februar 2014 um den Einsatz verschiedener Sensoren, mit denen der MINDSTORM-Roboter ausgestattet werden kann, kennen zu lernen. In den 4 Stunden des Workshops wurden Hindernisse angepeilt, berührt, mit Musik beschallt, angeschlichen, und zum Schluss transformierten die Roboter selbst zu Hindernissen für ihre „Kollegen“. Das große „Chaosrennen“ beschloss den kurzweiligen und abwechslungsreichen Kurs. Man darf gespannt sein auf den dritten Workshop, der noch anspruchsvollere Herausforderungen für die 20 Teilnehmer stellen wird. Wiederum geht der Dank der betreuenden Lehrkräfte an die unterstützenden 6t-Klässler Ole Frerichs, Philipp Bischoff, Torge Avermann, Justus Rocho und Lukas Eckl.

Um ethische Problemstellungen zu Fragen des Lebensanfangs ging es auf den diesjährigen Oberstufentagen, organisiert vom „Arbeitskreis Kirche und Schule“, dem vom Ratsgymnasium Frau Doering, Frau Just, Herr Dr. Neuhaus und Herr Weymann angehören. 27 Schülerinnen und Schüler vom Rats und EMA nahmen engagiert teil und sammelten an diesem Wochenende viele Eindrücke und neue Erkenntnisse.

Das Seminar für die Schülerinnen und Schüler der Prüfungskurse begann am Donnerstagnachmittag im Zentrum für Kinderwunschbehandlung mit einem sehr informativen Vortrag von der dortigen Fachärztin für Frauenheilkunde und Reproduktionsmedizin Irene Coordes über die medizinischen Aspekte des zwar gesellschaftlich immer noch etwas tabuisierten, aber höchst präsenten Problems des unerfüllten Kinderwunsches. Neben den vielfältigen Ursachen der ungewollten Kinderlosigkeit kamen auch all die technischen Möglichkeiten der modernen Reproduktionsmedizin zur Sprache. Als besonders interessant erwiesen sich für die Schülerinnen und Schüler die Einblicke in die Laborarbeit, wo sie darüber informiert wurden, wie Eizellen und Spermien gewonnen werden, wie die Befruchtung im Reagenzglas funktioniert und wie befruchtete Eizellen gelagert werden.

Eine lustige Kennenlernrunde mit den ebenfalls beteiligten Schülerinnen und Schülern vom EMA und ihren Lehrerinnen Frau Colmsee und Frau Gutzmann beschloss den Tag, bevor es von Freitag bis Samstag wieder in das ausgesprochen gastfreundliche Diakonissenmutterhaus Vandsburg in Lemförde ging.

Doris Steinhübel, Psychologin von „pro familia“ erarbeitete dort mit den Schülerinnen und Schülern anhand zweier anschaulicher Fallbeispiele von Eltern mit unerfülltem Kinderwunsch die Problematik aus psychologischer Sicht, wobei die Belastungen, die ein Paar in dieser Situation zu tragen haben, deutlich wurden und die Schülerinnen und Schüler ebenso betroffen machten wie die hohe Zahl der Betroffenen. Informationen über die Beratungsstelle sowie statistische Erhebungen und Ursachen ungewollter Kinderlosigkeit rundeten ihren Vortrag ab.

Weitere Schwerpunkte setzten die Referentinnen des Nachmittags, Dr. Annette Mosel von der Spezialpraxis für pränatale Medizin und Ultraschalldiagnostik, Oberärztin am Klinikum Osnabrück, und Sozialpädagogin Marita Blom von der Beratungsstelle „Donum Vitae“: Nach einem Überblick über die Entwicklung der Pränataldiagnostik (Ultraschall und ab 2012 möglicher neuer „Pränatest“ ohne invasiven Eingriff) wurde vor allem die Frage diskutiert: Was tun bei negativer Diagnose? Schockierend für viele Schüler war in diesem Zusammenhang die hohe Zahl der Abtreibungen bei der Diagnose „Down-Syndrom“, viele äußerten deutliche Bedenken gegenüber dieser Selektion menschlichen Lebens.

Die Morgenandacht zu Gen 29,31-30,25 zur Erfüllung des Kinderwunsches im AT (Jakob…), gehalten von Diakon Udo Ferle stimmte in die Thematik des Samstags ein. Arnulf von Scheliha, Professor für Systematische Theologie und Ethik an der Universität Osnabrück kam dann die Aufgabe der Betrachtung der Problematik aus theologisch-ethischer Perspektive zu. Er mutete den Schülerinnen und Schülern in der Schlussrunde hohen Anspruch zu, wurde aber mit deren Aufmerksamkeit belohnt: Ausgehend von der Biblischen Norm schlug er eine Brücke über reformatorische Umformung und vernünftige Geltung hin zur medizinischen Konkretion. Besonders diskutiert wurden seine Positionen zu den Beispielen „Wunsch nach einem Kind als Spender für ein Geschwisterkind“, „Geschlechtswahl“ und „Kinderwunsch lesbischer Paare“. In der abschließenden Gruppenarbeit wurden je nach Bedarf einzelne Aspekte noch mal inhaltlich vertieft und die gelungene Tagung abgerundet.

Abschließend einen herzlichen Dank an unsere „Sponsoren“, ohne deren großzügige Unterstützung die Durchführung der Tagung in dieser Form nicht möglich gewesen wäre: DANKE der Evangelischen Jugendstiftung des Kirchenkreises Osnabrück, dem Ehemaligenverein des Ratsgymnasiums sowie dem Förderverein des „EMA“!

P.S.: Vom Rats dabei waren in diesem Jahr: Tatjana Ankudovic, Julia Binder, Margareta Gäbel, Julia Gern, Jaqueline Lampe, Marie Meyer, Sven Mollen Matthias Otte, Hannah Pohlmann, Tale Sauerwein, Frederike Steinke, Angelika Twyrdy, Louise Villafana, Stefanie Vosskühler, Anne Werner, Gian-Luca Westing, Frau Doering, Frau Just, Herr Weymann

JU/WEY | Fotos: A.Gutzmann

Am 27. Januar gedenkt die Welt der Befreiung des Konzentrationslagers von Auschwitz und der Opfer des Nationalsozialismus. Aus diesem Anlass wird das Ratsgymnasium um 17.00 Uhr eine Gedenkfeier in der Aula der Schule abhalten. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Szenen, die Schülerinnen und Schüler bei der Gedenkfeier der Stadt Osnabrück zur Reichspogromnacht am 10. November 2013 in der Schlossaula unter dem Titel „Aussichten – Einsichten“ aufgeführt haben. Von der Aussicht eines fiktiven Turmzimmers des Ratsgymnasiums auf diverse Orte von Opfern und Tätern in Osnabrück (Nussbaum-Villa, Villa Schlikker, Alte Synagoge, Gestapokeller) ausgehend, fragen Schülerinnen und Schüler danach, wie denn die Schule selbst sich in der NS-Zeit verhalten hat und was an den genannten Orten geschehen ist. Die Ratskapelle wird die Szenen musikalisch umrahmen.

Gedenkfeier in der Aula des RatsgymnasiumsDie Schule lädt alle interessierten Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte und Ehemaligen herzlich ein: Am 27. Januar 2014, um 17.00 in der Aula.

Friedemann Neuhaus, Fachobmann Geschichte

Solche Geschichtsstunden sind selten. Eine 90 Jahre alte Dame berichtet 60 Minuten lang aus ihrem Leben und mehr als 220 Schülerinnen und Schüler hören gebannt zu. Angefangen von den schrecklichen Ereignissen am 10. November 1938, als SA-Männer in Zivil ihre Wohnung in Kaiserslautern verwüsteten, über entbehrungsreiche Jahre in einem jüdischen Krankenhaus in Köln, die Deportation nach Auschwitz-Birkenau, die Überführung ins Frauenkonzentrationslager Ravensbrück, den Todesmarsch kurz vor Kriegsende bis zur erlösenden Befreiung durch amerikanische Soldaten. In Auschwitz war sie eigentlich schon als nicht mehr arbeitsfähig eingestuft worden – und damit dem Tod geweiht –, als ein SS-Mann auf der Suche nach sogenannten „Halbjuden“ ihre Nummer rief. Aufgrund eines Himmler-Erlasses wurde sie ins KZ Ravensbrück gebracht, um dort für Siemens Zwangsarbeit zu leisten. Sie konnte sich sogar noch kurz von ihrer Mutter verabschieden, die ihr mit auf den Weg gab: „Du wirst überleben, und dann wirst du alles erzählen, was man uns angetan hat!“ Und deshalb geht Erna de Vries Jahr für Jahr immer wieder in Schulen, um zu erzählen, was sie erlebt hat. Die zahlreichen interessierten Fragen machen deutlich, dass Erna de Vries die Schülerinnen und Schüler erreicht hat. Danke, Frau de Vries, dass Sie zu uns gekommen sind! Auf Wiedersehen!

NEH