Die Herbstakademie 2017 – veranstaltet von Hochschule und Universität Osnabrück sowie acht Osnabrücker Gymnasien – konnte für 24 Schülerinnen und Schülern des Rats vertiefte Einblicke in akademische Themen, Institute und Vorgehensweisen bieten.

Während der Einführungsveranstaltung konnten die Teilnehmer einem Vortrag „Unterwegs in eine enkeltaugliche Neue Aufklärung 2.0“ von Ernst Ulrich von Weizsäcker beiwohnen. Die anschließende Diskussion konnte für viele Teilnehmer fruchtbare Perspektiven für die Gestaltung der Zukunft der Menschheit auf dieser Erde eröffnen.

In zwölf Kursen zu den Themen Amerikanistik, Werkstofftechnik, Biologie, Informatik, Geschichte, Verfahrenstechnik, Soziale Arbeit, Experimentelle Ethik, Lebensmittelwissenschaften, Soziologie, Bildende Kunst und Systemwissenschaft konnten die Teilnehmer an drei Tagen in den Herbstferien neben der fachlichen Auseinandersetzung interessante Erfahrungen über studentisches Leben und akademische Einrichtungen sammeln. Beim Präsentationstag im November wurden dann die Ergebnisse der einzelnen Kurse vorgestellt, sei es die Entstehung und Bedeutung von „Fake News“, die Herstellung von marktfähigem Apfelsaft, die gentechnische Analyse von Erbkrankheiten, die Simulation der Populationsentwicklung von Inselvölkern, ein Quartierrundgang am Rosenplatz mit der Perspektive des Sozialarbeiters und Städteplaners, philosophische und ethische Gesichtspunkte bei der Entwicklung von selbstfahrenden Autos oder die Implementation von Schwarmverhalten bei miteinander kommunizierenden Robotern.

Die Organisatoren hoffen, dass durch die Herbstakademie Berührungsängste zu akademischen Einrichtungen abgebaut werden, Einblicke in universitäre Arbeitsweisen gewonnen werden konnten und vielen Teilnehmern die Entscheidung über ein anzustrebendes Studienfach erleichtert wird – und sei es nur die Einsicht, dass es das Fach des eigenen Kurses nun doch nicht werden soll.

Text & Foto Robert Stutzenstein, 16.10.2017

Liebe Mitglieder,

erstmals zog es Vorstand und Beirat der Ehemaligen-Vereinigung für eine Sitzung hinaus in die Welt. Genauer gesagt, in die Niederlande, nach Den Haag. Wir folgten einer Einladung unseres Beiratsmitglieds Uwe Hinxlage, der dort die Deutsche Internationale Schule Den Haag (DISDH) leitet.

Wir lernten eine Schule kennen, die in vielerlei Hinsicht „anders“ ist. Es geht damit los, dass die DISDH als Privatschule letztlich nach der Pfeife des Schulvereins tanzen muss, der Träger und Eigentümer ist. Hier haben die – zahlenden – Eltern eine institutionelle Mehrheit. Da viele Eltern in gehobener Position in Botschaften, Konsulaten oder einer der zahlreichen internationalen Organisationen arbeiten, hat Hinxlage es mit einer „insgesamt recht anspruchsvollen Klientel“ zu tun, wie er es diplomatisch ausdrückt. Das Schulgeld beträgt 7350 Euro pro Schuljahr, was im Vergleich mit anderen internationalen Schulen in Den Haag eher wenig ist. Das wiederum liegt daran, dass der deutsche Staat Zuschüsse gibt. Er hat ein Interesse daran, dass Deutsche im Ausland eine Schulversorgung nach deutschen Standards erhalten. An der DISDH legen die Schüler nach dem 12. Schuljahr die Deutsche Internationale Abiturprüfung (DIAP) ab. Die DIAP ist die internationale Variante des regulären deutschen Abiturs. Dieser Abschluss wird auf der ganzen Welt anerkannt und ermöglicht ein Studium sowohl in Deutschland als auch im Ausland. „Insofern haben wir es bei Lehrplänen und Prüfungsanforderungen auch mit der deutschen Kultusministerkonferenz zu tun“, erklärte Hinxlage.

Einige Einflussnehmer sind damit beschrieben. Formal bezeichnet sich die Schule als „unabhängig“. Das trifft insofern zu, als Hinxlage keine Dienstanweisungen einer ministeriellen Schulbehörde empfängt, obwohl er weiterhin aus Deutschland bezahlt wird. Aber viele wollen mitreden, wenn es um Schule geht. Das ist in Deutschland so und noch mehr im Ausland. Großunternehmen, die teils das Schulgeld für ihre Angestellten übernehmen und darüber hinaus als Spender auftreten, verschaffen sich Gehör. Und wenn der ägyptische Botschafter sich beim deutschen Amtsträger beschwert, dass Hinxlage seinen Sohn (aus guten Gründen) nicht aufnehmen will, dann kommt es auch schon mal zu einer Einflussnahme auf diplomatischem Wege. Mehr als ein Schulleiter in Deutschland hat er zwischen widerstreitenden Interessenvertretern zu vermitteln. Und muss gleichzeitig auf großer internationaler Bühne repräsentieren, ganz zu schweigen von fast regelmäßigen Abend- und Wochenendterminen. So manch einen Kollegen zerreibt es dabei. Die wenigsten stehen die sechs Jahre, auf die so ein Auslandseinsatz angelegt ist, durch.

Hinxlage leitet die DISDH seit 2013. Er hat sich eine gewisse Robustheit zugelegt. Zudem ist diese nicht seine erste Auslandsmission. Von 1998 bis 2001 lehrte er an der deutschen Schule in Washington, D.C. Danach rief ihn die Heimat zurück. An der Gesamtschule Schinkel wurde er zunächst Fachbereichsleiter und ab 2005 stellvertretender Schulleiter. 2013 packte ihn wieder die Lust auf neue Herausforderungen, um nicht zu sagen Abenteuer. Seitdem ist er der Dompteur eines bunt zusammengesetzten Kollegiums und von 400 Schülern aus 33 verschiedenen Nationen, angefangen bei den Dreijährigen im Kindergarten bis zu den Abiturienten. Und er hält die Tradition einer Schule hoch, die seit 1863 wichtige Anlaufstelle für deutsche Sprache und Kultur und ein Teil des internationalen Lebens in Den Haag ist.

Auf dem Rundgang durch die Schule wunderten wir uns zunächst über die hermetische Abgeschlossenheit des Schulkomplexes und die Omnipräsenz von Wachleuten. Seit den Terroranschlägen in Belgien und Frankreich entschloss sich der Schulverein zu einer deutlichen Verschärfung des Sicherheitsstandards. Erstaunlich fanden wir auch, dass das Schulgebäude mit seiner nach unserem Empfinden eher nichtssagenden Sechziger-Jahre-Architektur unter Denkmalschutz steht. Das hat für Hinxlage die Konsequenz, dass er vor jedem Nagel, den er in die Wand hauen will, fragen muss. Die „Monumentenwacht Nederland“ verstehe keinen Spaß. Wenn Auflagen nicht eingehalten würden, drohten saftige Strafen.

Bemerkenswert fanden wir die gute schultechnische Ausstattung. Jeder Klassenraum verfügt über ein elektronisches Whiteboard. Schmunzeln mussten wir im Kindergarten-Vorraum über die fein säuberlich an den Garderobenhaken hängenden „LiceSafe“-Säcke. Um die Übertragung von Kopfläusen über die Kleidungsstücke zu verhindern, muss jedes Kind seine Jacke in einen Läusesack stecken.

Nach unserem „Arbeitsbesuch“ in der Schule luden uns Uwe Hinxlage und seine Frau in ihre Privatwohnung auf einen „Borrel“ ein. Das ist der niederländische Begriff für einen zwanglosen Umtrunk am Abend unter Darreichung von Häppchen. Es wurde außerordentlich „gezellig“ und wir denken mit schlechtem Gewissen daran zurück, was wir Uwe und seiner Familie mit unserer übergroßen nächtlichen Ausdauer zugemutet haben. Egal, am nächsten Morgen traten wir pünktlich zur Stadtbesichtigung an, bei der uns Uwe die Regierungshauptstadt mit ihren historischen Gebäuden, Einkaufsstraßen, dem Regierungssitz, dem Königsschloss in Wassenaar und den zahlreichen internationalen Institutionen näher brachte. Die Deutsche Evangelische Kirche in der Bleijenburg stellte uns Pastor Jan Mathis vor. Sie ist ähnlich der Deutschen Schule ein Integrationspunkt für die deutsche Community. Dabei trafen wir auf den ehemaligen Ratsgymnasiasten Ulrich Thöle (Abitur 1968), der als Rechtsanwalt in Den Haag lebt und arbeitet und der Kirche als Prädikant dient.

So dankbar wir Uwe Hinxlage und seiner Frau für ihre übergroße Gastfreundschaft sind, so wenig stehen wir bei unserer Vereinigung in der Schuld. Das nur als Hinweis an die Kassenprüfer: Wir Mitreisenden haben alles selbst bezahlt und die Vereinskasse mit keinem Cent belastet! Und sind darüber hinaus ökologisch korrekt mit der Bahn gereist, mit einmal Umsteigen – zweiter Klasse, und das als erstklassiger Verein.

Für die Reisegruppe aus Vorstand und Beirat:
Joachim Dierks.

28 Sep 2017

Unsere Anfänge

Vom alten Ratsgymnasium zu Osnabrück, gegr. 1595
(gem. den Schulchroniken von 1950, 1970 und 1995, Herr Vesper u.a.)

Auch das Jahr 1943 ist ein Jubiläumsjahr für unsere Schule: vor 400 Jahren 1543, berief der Rat der Stadt den Superintendenten zu Lübeck, Hermann Bonnus, nach Osnabrück, hier die Reformation einzuführen. Hermann van Bunne war sein eigentlicher Name, den er nach der gelehrten Sitte der Zeit latinisiert hatte. In Quakenbrück 1504 geboren, hatte er die berühmte Schule zu Münster besucht und in Wittenberg studiert, wo er Melanchthons Freund wurde. Da er aus dem Osnabrücker Stift kam, sah man ihn in Osnabrück als Prediger um so lieber. Am Lichtmeßtage, am 2. Februar 1543, den man noch später lange als den Tag des Osnabrücker Reformationsfestes gefeiert hat, hielt er unter großem Andrange der Bürgerschaft in der Marienkirche die erste evangelische Predigt.

Luthers Aufforderung an die Bürgermeister und Ratsherren aller Städte Deutschlands, „dass sie christliche Schulen aufrichten sollten“, befolgend, forderte er in seiner Schulordnung, die in seiner „Kirchenordnung“ enthalten war, nach dem Vorbilde Melanchthons auch für unsere Stadt: „Im Barvöter Closter schal eine gemeine Schole geholden werden, darinne de junge Jogend düsser Stadt, und dar von buten inkumpt, mag geleert und upgetagen werden in Gades Furchten und guten Künsten“. Das Barfüßerkloster war nämlich frei geworden. Der Bischof hatte es, wie auch das Augustinerkloster, den Bürgern überlassen, während die Mönche unter Zusicherung einer lebenslänglichen Rente die Stadt verlassen hatten. Hier, neben der Katharinenkirche, eröffnete man die neue evangelische Schule. Andere Schulen in der Stadt waren damals das Karolinum, die Stiftsschule zu St. Johann, die einzelnen Kirchspielschulen dazu eine Menge privater „Winkel“- oder „Klippschulen“. Man unterrichtete in der „Ratsschule“ hauptsächlich Religion, Kirchengesang und Latein. Sie hatten drei Klassen und blühte unter tüchtigen Lehrern bald auf. Die Bürger fassten Zutrauen zu der neuen Gründung, und so wuchs die Zahl der Schüler. Diese Schule im Barfüßerkloster bestand bis 1548. Als nach der Schlacht bei Mühlberg der Kaiser und die Gegenreformation wieder freie Hand bekamen, war es bald mit den reformatorischen Gründungen vorbei: auch die Ratsschule wurde geschlossen. Zwar wurden nach dem Augsburger Religionsfrieden von 1555 die Verhältnisse für die Evangelischen wieder günstiger, aber die Schule im Barfüßerkloster konnte der Rats nicht wieder eröffnen, vor allem, da es ihm an Mitteln fehlte. So schickten die Eltern ihre Kinder wieder auf die Domschule, wo man jetzt, auch in der Wahl evangelischer Lehrer, auf sie Rücksicht nahm. Als nun aber die Jesuiten in der Nachbarschaft im Zuge der Gegenreformation eine rege Tätigkeit entfalteten (seit 1557 hatten sie das Gymnasium in Köln inne, 1564 predigte der beredte Jesuit Canisius unter großem Andrang des Volkes im Osnabrücker Dom, 1588 übernahmen die Jesuiten die Schule in Münster), begann der Rat auch für die evangelischen Kinder in der Domschule zu fürchten. Bereits 1570 fasste er den Plan, wieder ein evangelisches Gymnasium zu eröffnen und erweiterte 1583 die Kirchspielschule zu St. Marien, damit sie für den Fall einer Neugründung die Schule aufnehmen könne.

Da kündigte Ostern 1595 das Domkapitel dem Konrektor Kirchhof und drei anderen evangelischen Lehrern den Dienst und berief einen streng katholischen Rektor aus Münster nebst drei katholischen Lehrern. Luthers Katechismus wurde abgeschafft, der Katechismus des Jesuiten Canisius eingeführt. Als den evangelischen Eltern zu Ohren kam, die Lehrer an der Domschule hätten gesagt, nur die Kinder könnten in den Himmel kommen, die in den Dom oder nach St. Johann in den Gottesdienst gingen, als man den Kindern Schwierigkeiten bei dem Besuch des Katechismusunterrichts in St. Marien oder in St. Katharinen machte, wuchs die Erregung in der Stadt. Da übertrug nach vergeblichen Verhandlungen um eine Einigung der Rat dem entlassenen Konrektor Kirchof am St. Gallustage, am 16. Oktober 1595, die Leitung der neuen „Ratsschule“, die in der Kirchspielschule zu St. Marien eröffnete. Das bedeutete die Gründung des Gymnasiums der Stadt Osnabrück, des „Ratsgymnasiums“.

Als ein „Kind der Reformation“, geboren aus den tiefen religiösen und nationalen Kämpfen, die damals unser deutsches Volk erschütterten, ist also 1595 das Ratsgymnasium ins Leben getreten. Die nächsten Jahre waren noch erfüllt von Kämpfen mit dem Domkapitel, das die neue Schule nicht gelten lassen wollte und sich auf alte, rechtlich ziemlich anfechtbare Privilegien berief. Der Streit (der sogenannte „Schulprozeß“) zog sich lange Zeit hin, Rechtsgutachten von Universitäten und sonstigen Stellen wurden eingeholt, 78 Zeugen verhört. 1603 wandte man sich sogar an den Kaiser selbst. Rechtskundige Männer entschieden dahin, daß der Rat im Besitz der gestifteten Schule bleiben solle. Der Reichshofrat, den man angerufen hatte, hat nie eine Entscheidung gefällt. Erst der Beginn des Dreißigjähren Krieges machte diesen Streit ein Ende: der „Schulprozeß“ hatte aber die Stadt 2002 Taler, 16 Schilling, 9 Pfennig gekostet, eine für damalige Geldverhältnisse recht beträchtliche Summe.

Während des großen Krieges wurde dann mit der Besetzung der Stadt durch die Katholiken 1628 auch die evangelische Schule zeitweilig geschlossen. Als Georg von Braunschweig den Protestantismus wiederherstelle, wurde sie 1634 wieder eröffnet. Im Westfälischen Frieden erhielt das Ratsgymnasium dann endgültig seine Bestätigung.

 

 

In der Woche vor der Bundestagswahl konnten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 8-12 an der sogenannten Juniorwahl, einer Wahlsimulation zum Deutschen Bundestag, teilnehmen.

484 von 638 Schüler/innen nahmen ihr Wahlrecht wahr – die Wahlbeteiligung lag bei 75,9%.

Nach den Ergebnissen der Schüler/innen wären die Grünen mit 30,8% die stärkste Partei, gefolgt von der CDU mit 24,3%. Die AfD hätte nur 4% erzielt und wäre nicht in den Bundestag gekommen.

Den Wahlkreis 39 hätte, wie auch in der Realität, Dr. Middelberg (CDU) mit 35% der Stimmen gewonnen.

Bei der Juniorwahl geht es um das Erlernen von demokratischen Prozessen. Alle Schülerinnen und Schüler haben – wie bei der „richtigen“ Wahl – individuelle Wahlbenachrichtigungen erhalten, die sie am Wahltag mitbringen und dem Wahlvorstand zeigen mussten. Am Ratsgymnasium haben die Schüler/innen online am Computer wählen können. Zuvor haben sich alle im Politik-Wirtschaft-Unterricht intensiv mit den politischen Programmen der Parteien beschäftigt.

Ilka Mertens

Beim Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ belegte der Ratsachter auf der Olympia-Regattastrecke in Berlin-Grünau in einem sehr spannenden Finalrennen hinter den Favoriten der Sportschule Potsdam aus Brandenburg und der Sportschule des Besselgymnasiums Minden aus Nordrhein-Westfalen einen hervorragenden 3. Platz.

Im Rahmen der Bundesfinalveranstaltung von „Jugend trainiert für Olympia“ fand zudem unter der Schirmherrschaft des Deutschland-Achters, der Ruderclub Deutschland-Stiftung und der Deutschen Ruderjugend der „Schüler-Achter-Cup“ (U-19-Schüler-Achter) statt, den der Ratsachter im letzten Jahr noch gewinnen konnte. In diesem Jahr ruderte unser Ratsachter als drittes Boot ins Ziel und wurde mit der Bronzemedaille und 1500,00 Euro Preisgeld belohnt.

Im Ratssachter ruderten:

  • Konstantin Klar
  • York Sewing
  • Samuel Reitenbach
  • Tobias Blumberg
  • Lars Jung
  • Oskar Frederichs
  • Friedrich Amelingmeyer
  • Conrad Felsner
  • Steuerfrau: Jaqueline Zimmer
  • Trainer: Henning Könke (12. Jahrgang), Jonathan Reitenbach (Abitur 2017)

Text: Hartwig Ahrens, Fotos: Alexander Pischke

Bericht bei Sportstadt.tv von Finalveranstaltung

 

Vor zwei Jahren hatten wir das Projekt „Bibliotheksgespräche“ vorgestellt. Dahinter steckt die Idee, das sicherlich enorme Potential an Wissen, Kompetenz und Lebenserfahrung, das in der Kartei ehemaliger Schüler schlummert, punktuell ans Tageslicht zu befördern. Gesucht wurden Ehemalige, die bereit sind, in lockerem, informellem Rahmen aus ihrem Berufsleben oder über ein anderes interessantes Thema ihres Erfahrungsbereichs zu berichten. Als Publikum ist die gesamte Schulöffentlichkeit eingeladen, also Schüler, Lehrer, Eltern und Ehemalige.

Nach der Premiere, in der es um Fluchtursachen aus dem afrikanischen Krisenland Eritrea ging, und dem zweiten Gespräch, das sich um unterschiedliche Karrieren im Arztberuf drehte, steht nun das dritte „Bibliotheksgespräch“ vor der Tür. Werner Sprado, Abitur 1969, wird am

Donnerstag, 19. Oktober 2017, 20 Uhr

in der Bibliothek des Ratsgymnasiums zum Thema „Vom Lehramtsstudium zur Inneren Sicherheit – ein vielleicht eigentümlicher Berufsweg“ sprechen und anschließend mit seinem Publikum diskutieren. Sprado wollte eigentlich Gymnasiallehrer in seinen Lieblingsfächern Geschichte und Biologie werden. Aber dann kam alles anders: TU Hannover – Bundesinnenministerium/Dienststelle Köln – Bundesamt für Verfassungsschutz – Landesamt für Verfassungsschutz Sachsen-Anhalt – Innenministerium Sachsen-Anhalt. Die Beobachtung von Ausländerextremismus und –terrorismus gehörte zu seinen Aufgaben ebenso wie der allgemeine Extremismus auf der rechten und der linken Seite und die Leitung der Spionageabwehr auf Landesebene. Aus dem jetzt eingetretenen Ruhestand heraus blickt er auf 35 Jahre vielseitiger Tätigkeit im Bereich der Inneren Sicherheit zurück.

Die Vereinigung ehemaliger Schüler des Ratsgymnasiums lädt zu dieser dritten Veranstaltung in der Reihe der “Bibliotheksgespräche” alle ehemaligen und aktuellen Schüler, Lehrer und Eltern herzlich ein, der Eintritt ist frei.

19.09.2017, Joachim Dierks

Das Lehrertheater fällt heute aufgrund des tragischen Todesfalls aus.

Eine Ersatzvorstellung kann leider nicht mehr angeboten werden. Für bereits erworbene Karten wird ab morgen das Geld im Sekretariat erstattet.

Lothar Wehleit

18 Sep 2017

Wer? Wie? Was?

Wer hat sie nicht schon gesehen? Die vier blauen Kreise von Felice Varini auf der Marienkirche und den umliegenden Häusern. In der „Kunsthalle Osnabrück“ sind zwei weitere Installationen des renommierten Künstlers zu sehen. In Kooperation mit der Kunsthalle haben sich die Schüler des Kunstprofils 12A3 mit seinem Werk auseinandergesetzt und stehen nun, eingekleidet in schwarze T-Shirts mit dem Aufdruck „Wer? Wie? Was?“, dem Besucher fachkundig Rede und Antwort (http://kunsthalle.osnabrueck.de/kunst-erleben/rundgaenge.html). So geschehen in der Kulturnacht am 26. August und bei der Vernissage am 6. Juni, die sogar mit einem gemeinsamen Abendessen mit dem Künstler abschloss. Schon im Vorjahr hatte das Kunstprofil im Rahmen des Projektes „Schüler für Schüler“ mit Frau Schulte, der Kuratorin für Publikumsteilhabe und Lernen, zusammengearbeitet und Klassen des Ratsgymnasiums durch die Installation „forma forma“ von David Rauer und Joshua Sassmannshausen geführt.
Vom 10.09. bis 12.09.2017 fand das „31. Internationale Weltfriedenstreffen“ in den Friedensstädten Osnabrück und Münster statt. In Osnabrück waren hochrangige Vertreter der verschiedenen Weltreligionen zu Gast, in Münster die internationale politische Prominenz, u.a. Angela Merkel. Nach der Abschlusszeremonie vor dem Rathaus am Dienstag fanden sich die Religionsoberhäupter zu einem Galadinner in der „Kunsthalle Osnabrück“ ein. Hier wurden sie auch vom Werk Varinis, den Ratsschülern als Varini-Experten und dem Osnabrücker Oberbürgermeister Griesert empfangen. Unsere Schüler erwiesen sich als sachkundige Ansprechpartner, in englischer und sogar japanischer Sprache, für die Würdenträger aus zahlreichen Staaten. Sie konnten auch bei praktischen Fragen nach Mitbringseln, Sehenswürdigkeiten oder gar Busverbindungen weiterhelfen und es entwickelten sich etliche Gespräche über Religion. Die Zwölftklässler waren beeindruckt von den unterschiedlichen liturgischen Gewändern, Sprachen und Kulturen. Zu guter Letzt durften sie sich am Buffet bedienen. Für die Schüler war der Abend „besser als erwartet“, „interessant“ und eine „wertvolle Erfahrung“.

Regis Baumanns, 17.09.2017

Ergänzungsprüfungen zum Erwerb des Graecums können auf Antrag von Inhaberinnen und Inhabern eines Zeugnisses der allgemeinen Hochschulreife mit Hauptwohnung in Niedersachsen als externe Bewerberinnen und Bewerber abgelegt werden.
In der Prüfung zum Erwerb des Graecums muss der Prüfling nachweisen, dass er in angemessenem Umfang Kenntnisse in der Elementargrammatik, im Wortschatz und aus dem Bereich der griechischen Politik und Geschichte, Philosophie und Literatur besitzt, so dass er griechische Originaltexte im sprachlichen Schwierigkeitsgrad inhaltlich anspruchsvollerer Platonstellen verstehen und übersetzen kann.
Schicken Sie bitte die erforderlichen Unterlagen für die Graecum-Prüfung an das Ratsgymnasium Osnabrück. Die Vollständigkeit und Voraussetzungen für die Prüfungen werden durch unsere Schule überprüft. Den Ort und Zeitpunkt der Prüfung sowie die Prüfungskommission legt die Landesschulbehörde fest. Voraussichtlich wird die Prüfung am Ratsgymnasium stattfinden.

Termine
Schriftliche Prüfung:

17.10.2017

Mündliche Prüfung:

Voraussichtlich 25. 10. 2017

Bewerbungsschluss:

30.09.2017

Einzureichende Unterlagen
• Beglaubigte Kopie des Zeugnisses der allgemeinen Hochschulreife
• Nachweis über den Wohnsitz
• Lichtbild der Bewerberin oder des Bewerbers, das nicht älter als sechs Monate ist
• Übersicht über die Art der Vorbereitung; daraus muss auch hervorgehen, mit welchen Werken eines Autors sich die Bewerberin oder der Bewerber besonders beschäftigt hat
• Angabe des für die Vorbereitung benutzten Wörterbuches
• Erklärung, ob, wann und wo schon der Versuch gemacht wurde, die Ergänzungsprüfung oder eine der Ergänzungsprüfung entsprechende andere Prüfung abzulegen; über eine nicht bestandene Prüfung ist die entsprechende Bescheinigung vorzulegen

Kontakt
Für Formales: Sekretariat Ratsgymnasium (sekretariat@ratsgymnasium-os.de)
Für Inhaltliches: Martina Laue (martina.laue@rats-os.de)

Rechtsgrundlage
• Verordnung über die Abschlüsse in der gymnasialen Oberstufe, im Beruflichen Gymnasium, im Abendgymnasium und im Kolleg
• Ergänzende Bestimmungen zur Verordnung über die Abschlüsse in der gymnasialen Oberstufe, im Beruflichen Gymnasium, im Abendgymnasium und im Kolleg

Schon seit 1996 pflegt das Ratsgymnasium enge Kontakte mit unserem wichtigsten östlichen Nachbarn, Polen. Der erfolgreiche Austausch mit dem LO Blonie in der Nähe von Warschau wurde seither, bis zu Umstrukturierungen in unserer Partnerschule 2014, regelmäßig durchgeführt. 2016 konnten wir mit dem 1588 gegründeten LO Nowodworek in Krakau dann die älteste staatliche Schule Polens als neuen Austauschpartner gewinnen, die aufgrund ihrer langen Tradition und ihres hervorragenden Rufs in Krakau und Umgebung sehr gut zum Ratsgymnasium passt.

Beim Besuch in Krakau erwartet unserer Schüler ein hochinteressantes Programm in der alten Königsstadt, das uns mit u.a. dem Besuch des ehemaligen Königsschlosses Wavel, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Altstadt und hier insbesondere der wunderschönen Tuchhallen die strahlenden Seiten dieser beeindruckenden Stadt zeigt. Aber auch die dunklen Seiten der NS-Besatzung Polens werden durch den Besuch des jüdischen Kasimierz-Viertels und vor allem des sich in der Nähe befindlichen ehemaligen Vernichtungslagers Auschwitz thematisiert. Besonders beeindruckt sind unsere Schüler immer wieder von der herzlichen Gastfreundschaft, mit der uns unsere polnischen Gastgeber während der gemeinsamen Aktivitäten, Schulbesuche und in den Familien empfangen.

Beim Besuch der polnischen Gruppen in Osnabrück gibt es ebenfalls viele gemeinsame Programmpunkte und Begegnungsmöglichkeiten mit den polnischen Schülern, wie z.B. eine Stadtrallye, Drachenbootfahren oder gemeinsame Ausflüge.

Alle Teilnehmer empfanden die bisherigen Begegnungen als ein bereicherndes Kennenlernen eines bis dahin wenig bekannten Nachbarn.

 

Ansprechpartner: Holger Niehoff


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