Verfassungsschutz ohne Schlapphut

Vor zwei Jahren hatten wir das Projekt „Bibliotheksgespräche“ vorgestellt. Dahinter steckt die Idee, das sicherlich enorme Potential an Wissen, Kompetenz und Lebenserfahrung, das in der Kartei ehemaliger Schüler schlummert, punktuell ans Tageslicht zu befördern. Gesucht wurden Ehemalige, die bereit sind, in lockerem, informellem Rahmen aus ihrem Berufsleben oder über ein anderes interessantes Thema ihres Erfahrungsbereichs zu berichten. Als Publikum ist die gesamte Schulöffentlichkeit eingeladen, also Schüler, Lehrer, Eltern und Ehemalige.

Nach der Premiere, in der es um Fluchtursachen aus dem afrikanischen Krisenland Eritrea ging, und dem zweiten Gespräch, das sich um unterschiedliche Karrieren im Arztberuf drehte, steht nun das dritte „Bibliotheksgespräch“ vor der Tür. Werner Sprado, Abitur 1969, wird am

Donnerstag, 19. Oktober 2017, 20 Uhr

in der Bibliothek des Ratsgymnasiums zum Thema „Vom Lehramtsstudium zur Inneren Sicherheit – ein vielleicht eigentümlicher Berufsweg“ sprechen und anschließend mit seinem Publikum diskutieren. Sprado wollte eigentlich Gymnasiallehrer in seinen Lieblingsfächern Geschichte und Biologie werden. Aber dann kam alles anders: TU Hannover – Bundesinnenministerium/Dienststelle Köln – Bundesamt für Verfassungsschutz – Landesamt für Verfassungsschutz Sachsen-Anhalt – Innenministerium Sachsen-Anhalt. Die Beobachtung von Ausländerextremismus und –terrorismus gehörte zu seinen Aufgaben ebenso wie der allgemeine Extremismus auf der rechten und der linken Seite und die Leitung der Spionageabwehr auf Landesebene. Aus dem jetzt eingetretenen Ruhestand heraus blickt er auf 35 Jahre vielseitiger Tätigkeit im Bereich der Inneren Sicherheit zurück.

Die Vereinigung ehemaliger Schüler des Ratsgymnasiums lädt zu dieser dritten Veranstaltung in der Reihe der “Bibliotheksgespräche” alle ehemaligen und aktuellen Schüler, Lehrer und Eltern herzlich ein, der Eintritt ist frei.

19.09.2017, Joachim Dierks