140 ehemalige Abiturienten der Jubiläumsjahrgänge 1947-1952-1957-1962-1967-1977-1992 nahmen die Einladung zu einem Treffen im Ratsgymnasium gerne an.

Die Schule schaffte den Rahmen für Begegnung, Wiedersehen und Erinnerung in der Aula mit Musik und Vorstellung der Jahrgänge. Die Jubilare nutzten die Einladung für Rundgänge in der ehemaligen Schule und anschließende Treffen in der Osnabrücker Gastronomie.

Der Jahrgang 1952 pflegt die Traditionen der Erinnerung jährlich an wechselnden Orten und hat sich vorgenommen, 2022 zum 70jährigen Abitur geschlossen wieder zu kommen.

Möge es allen vergönnt sein!

Bilder von der Veranstaltung gibt es hier.

28 04 2017

Starke Worte

Preisverleihung des ersten Schreibzirkus am Rats.

Nachdem vor genau 3 Monaten fast 120 Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 7 angetreten waren, um mit einer selbst geschriebenen Geschichte am neuen Wettbewerb Schreibzirkus teilzunehmen, fand am 26. April die Siegerehrung statt. In der voll besetzten Aula wurden die besten Geschichten jedes Jahrgangs von den Preisrichtern (Herr Ellrich als Elternvertreter, Herr Dierks als Vorsitzender des Ehemaligenvereins und Frau Scholze als Referentin für Leseförderung und Leseerziehung) vorgelesen – die spannenden und starken Worte der Texte, sehr lebendig vorgelesen, sorgten für gebannte Stille in der Aula. Jeder wollte hören, was die Sieger der Jahrgänge, Robert Deisling (5b), Lena Beckmann (6e) und Johann Gruber (7b) zu Papier gebracht hatten.

Diese drei Texte, ergänzt durch die Texte der jeweiligen Zweitplatzierten (Katharina Hirata (5e), Antonia Rauschen (6e), Denisa Hadimovic (7c)) und Drittplatzierten (Luisa Soostmeyer (5e), Julia Berens (6d), Lara Marie Bartels (7e)), wurden in einem kleinen Büchlein zusammengefasst und jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer erhielt als Dankeschön ein Exemplar davon. Die Finanzierung dieser Büchlein wurde durch die freundliche finanzielle Unterstützung durch die Sparkasse Osnabrück möglich gemacht.

Wer noch weitere Exemplare dieses Büchleins haben möchte, kann sie bei Frau Rörsch-Eisenberg oder im Sekretariat käuflich erwerben.

28.04.2017 Janine Rörsch-Eisenberg, Robert Stutzenstein

5. Tüftel-Tiger-Wettbewerb am Ratsgymnasium

So lautet das Motto des naturwissenschaftlich-technischen Wettbewerbs „Tüftel-Tiger“ des Ratsgymnasiums Osnabrück. Am Dienstag, den 4. April trafen sich nachmittags 34 Grundschülerinnen und -schüler aus 12 Grundschulen, um pro Schulteam 6 Aufgaben zu lösen, bei denen es um kreative Ideen und geschicktes Basteln zum Lösen technischer Probleme geht.

Während Margarete, Max und Tobias versuchen, einen komplizierten Knoten in einer Kugelkette zu lösen, konstruieren Friedrich, Daris und Jona eine möglichst tragfähige Brücke, nur aus Papier gefaltet: „Der Ziehharmonika-Trick funktioniert am besten!“

Nebenan wird eine Kugelbahn optimiert: Merle, Paula und Hennes lenken Stahlkugeln durch geschicktes Verbiegen eines Plastikschlauches so, dass diese möglichst langsam durch diese Kugelbahn rollen. „Man muss die Kugel nur möglichst lange oben behalten“, so ein Teilnehmer. Zusätzlich waren Spiralnudeln zu schätzen und mehrere elektrische Schaltungen zu erfinden.

Nach dem Absolvieren der Wettbewerbsaufgaben war noch ausreichend Zeit zum Spielen auf dem Pausenhof oder zum Basteln eines Flugapparates aus Plastikbechern, der mit einem Gummiband abgeschossen werden muss.

Hier die mit Sachpreisen belohnten ersten Plätze:

  1. Platz: Franz-Hecker-Schule (Silas Lang, Maximilian Klekamp, Finja Hagen)
  2. Platz: Grundschule Voxtrup (Emilyan Moczynski, Ninette Kornelsen, Max Lampke)
  3. Platz: Grundschule Eversburg (Lena Twent, Jasper Kümmel, Tobias Diening)

Des Weiteren haben teilgenommen: Grundschule Pye, Elisabethschule, Drei-Religionen-Schule, Waldschule Lüstringen, Heinrich-Schüren-Schule, Altstädter Schule, Grundschule Sutthausen, Rosenplatzschule, Grundschule Atter

Unser Dank gilt dem Profilkurs Klasse 8 von Herrn Steffgen, der Klasse 11C2 und etlichen ehemaligen Teilnehmern des Tüftel-Tigers, die uns als Betreuer, Scouts, Aufgabensteller, Empfangskomitee, Caterer und Punkterichter unterstützt haben.

05.04.2017, Text, Fotos: Robert Stutzenstein

13 03 2017

MINT400 in Berlin

Rebecca Menkhaus, Helena Stengel und Matthias Tiemann (Jahrgang 11) hatten die Chance, an den MINT400-Tagen vom 23. bis zum 25. Februar 2017 in Berlin teilzunehmen. Zu den MINT-Themen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) stellten zahlreiche Unternehmen und Vereine 400 Schülern aus ganz Deutschland neue Forschungsentwicklungen oder Produkte im KOSMOS in Berlin vor.

Auf dem sogenannten Bildungsmarkt konnte man sich über Aktionen von Robotikmeisterschaften bis hin zu Brennstoffzellen informieren. Es ergaben sich viele Gespräche, man traf unheimlich viele freundliche Menschen und man hatte nach kürzester Zeit das Gefühl, etwas Sinnvolles für sich selbst zu tun.

Nach einer gemeinsamen Einführung und Willkommensrede nahmen wir an einstündigen, selbst ausgewählten Fachvorträgen verschiedenster Themen teil, zum Beispiel an einem Fachvortrag über zerstörungsfreie Materialprüfung mit Hilfe von Röntgenstrahlen und Ultraschall oder über Grundalgen des Global Positioning System (GPS)

Am nächsten Tag wurden alle 400 Schüler auf über 30 Unternehmen in ganz Berlin verteilt. Dort hielten Wissenschaftler und Techniker zu allen möglichen Themen Vorträge. Man konnte Fragen stellen und erfuhr eine ganze Menge interessanter Dinge und vor allem hatte man Einblick in die Forschungsinstitute Deutschlands. Zudem konnte man auch praktisch tätig werden, z. B. in bei Experimenten in Schülerlaboren.

Abends wurde ein abschließender Vortrag von Ralph Caspers von der „Sendung mit der Maus“ und Thomas Reiter gehalten und es wurden einige Schüler im naturwissenschaftlichen Bereich geehrt. Eine Live-Band begleitete die Abschlussveranstaltung mit neumodischer Musik, die ausschließlich auf Tablets gespielt wurde. Damit endete das MINT-Projekt.

Matthias Tiemann, Helena Stengel und Rebecca Menkhaus

Freitagabend – es ist schon dunkel, doch aus dem D-Gebäude des Ratsgymnasiums ist ein leises Surren zu hören. Je näher man kommt, desto lauter wird es! Merkwürdig … ach natürlich, die ergobegeisterten Schülerinnen und Schüler des Ratsgymnasiums machen die Nacht zum Tag: Ergonacht am Ratsgymnasium!

In diesem Jahr war die Beteiligung der jungen Schülerinnen und Schüler an der Ergonacht besonders hoch. 92 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6 schafften den Halbmarathon auf einem Ergometer! Insgesamt legten sie dabei 1978 km zurück. Die 51 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 7-12 hatten sich noch mehr vorgenommen: Jeder von ihnen wollte die Marathondistanz von 42,2 km zurücklegen. Alle erreichten ihr Ziel, vielleicht auch weil man zwischendurch immer wieder Pausen einlegen durfte, in denen sich ausgeruht und manchmal auch geschlafen wurde. Insgesamt schafften die Schülerinnen und Schüler 4108 km! Als Belohnung erhielten alle 143 Teilnehmer der Ergonacht am Samstagmorgen das begehrte „Finisher-T-Shirt 2017“. Herzlichen Glückwunsch!

Natürlich braucht man für so eine Aufgabe ausreichend und gute Verpflegung, für die Frau Brickwedde und Herr Lehmann bestens sorgten. Herzlichen Dank auch an die zahlreichen Helfer aus der Ruderriege, ohne die unter anderem die 5o Ergometer nicht auf- und abgebaut worden wären und an die Ruderprotektoren Herrn Ahrens und Herrn Funke, die alles organisierten und die Nacht wachsam durchhielten.

Silke Klar, 07.02.2017

Oberstufentage im Jahr des Reformationsjubiläums 2017 vom 12.01.- 14.01.2017 in Loccum

Samstag, 14.01.2017, 15.00 Uhr: Zwei intensive Tage liegen hinter uns. Wir, das sind 27 Schülerinnen und ein Schüler vom Ratsgymnasium und vom EMA sowie deren Begleiter, sieben Religionslehrkräfte und ein Pastor vom Kirchenkreis Osnabrück.

„Wie kann ich Mensch bleiben in unserer Leistungsgesellschaft?“ – dieser Fragestellung haben wir uns im Jubiläumsjahr der Reformation aus unterschiedlichster Perspektive genähert.

Beeindruckend – der Besuch am Donnerstagnachmittag in der Osnabrücker Wärmestube. Schwester Soteris und Diakon Meyer gewährten uns nicht nur einen Einblick in ihre Arbeit mit Menschen in wirtschaftlichen Notlagen, sondern auch in ihre persönlichen Lebensläufe.

Bewundernswert – ihr Engagement, den Gästen in der Wärmestube bei der Sicherung der menschlichen Grundbedürfnisse nach Begleitung auf dem Lebensweg, Kleidung, Essen, Körperpflege, …) zu helfen, wohl wissend, dass sie keine grundsätzliche Änderung im Leben der Gäste bewirken können. Schülerkommentar: „Der Besuch in der Wärmestube war sehr interessant und bewegend.“

Zum Nachdenken anregend – der Vortrag des Vizepräsidenten des Bundesverbandes der Personalmanager, Thomas Belker, zur Frage Welchen Anforderungen müssen die Mitarbeitenden Ihres Unternehmens gewachsen sein? Welche Einstellung zur Leistung muss gegeben sein? Zum Nachdenken anregend, weil Herr Belker uns zunächst den Leistungsbegriff allgemein und anschließend unsere persönliche Leistungsbereitschaft reflektieren ließ. Schülerkommentar: „Der Vortrag hat einen Eindruck von der teilweise in modernen Unternehmen herrschenden Härte gegeben.“

Zur Selbstreflexion anregend – der Vortrag von Christine Ramert, Psychotherapeutin und Supervisorin, zum Thema Stresserkrankungen wie Burnout. Mögliche Ursachen, Folgen, Therapien und vorbeugende Maßnahmen. Stress kennt jeder, aber wann hat Stress negative Folgen, wann droht der Burnout, welche Anti-Stress-Methoden können helfen? Dass Wege in den Stress genauso individuell sind wie Wege aus dem Stress, machten nicht nur die fundierten Ausführungen deutlich, sondern ebenfalls der persönliche Stresstest und auch die Gespräche in kleinen Gruppen. Schülerkommentar: „Der Vortrag hat mir gezeigt, wie gefährlich Stress sein kann und auch, wie ich mich davor schützen kann.“

Eine besinnliche Zeit der Stille – das abendliche Stundengebet in der Klosterkirche mit gemeinsamem Gesang und Gebet, einfache Gemeinschaft in beeindruckender Atmosphäre.

Verstörend und Fragen aufwerfend – die Beschäftigung mit krankmachenden Mechanismen in der Arbeitswelt anhand von filmischem Material. Schülerkommentar: „Krass!“

Tröstlich und aktivierend – die Bewusstmachung des reformatorischen Gedankens Luthers durch das Referat des Landessuperintendenten Dr. Joachim Jeska zum Thema Die Leistung reformatorischer Theologie als Provokation für die heutige Leistungsgesellschaft. Luthers verzweifelte Suche nach einem gnädigen Gott ein mittelalterlicher Burnout? Luthers Suche auch heute noch von Relevanz? Laut Jeska auf jeden Fall, auch wenn die Instanzen, von denen wir heute Anerkennung erhoffen, irdisch, aber nicht gleichzeitig menschlicher geworden sind. Denn auch heute gelte, nur wer sich angenommen weiß, könne den Anforderungen gerecht werden. Schülerkommentar: „Interessant, dass Theologie einen Ausweg schaffen kann.“

Gewinnbringend – die kreative Auseinandersetzung mit der Frage Wie kann ich Mensch bleiben in der Leistungsgesellschaft? in einer Gruppenarbeitsphase. Schülerkommentar: „Ich habe sehr viel mitgenommen.“

Ein großes Dankeschön an die Ehemaligen- und Fördervereine von EMA und Rats, die Jugendstiftung und dem Landeskirchenamt, deren Zuschüsse die Durchführung dieser Tagung wieder einmal möglich gemacht haben.

 

22.01.2017, Text und Bild A. Gutzmann

Am 02.12.16 versammelten sich die Sechstklässler unserer Schule in der Aula, um aus ihren Reihen den diesjährigen Schulsieger des Vorlesewettbewerbs zu küren.

Vertreten wurden sie in diesem Jahr durch Raphael Hirata (6a), Ege-Rüzgar Demir (6b), Hanna Hüttig (6c), Julia Berens (6d) und Antonia Rauschen (6e)

Die Schüler*innen lasen hierbei zunächst einen Auszug ihrer selbst gewählten Bücher (Legende der Wächter-1.Bd., Das kleine Gespenst, Ostwind – 3.Bd., Ein Jahr ohne Juli und Das Blaubeerhaus) und bekamen im Anschluss einen fremden Text (Sophiechen und der Riese), aus dem sie ebenfalls ca. 2 Minuten vorlasen.

Daraufhin zog sich die Jury, bestehend aus Frau Schulhof, einer Buchhändlerin, Frau Machtan und Frau Braune, zwei ehemaligen Kolleginnen, Frau Schilling, der Vertreterin für die Eltern, Pauline Finger, der Vorjahressiegerin und Frau Johannsmeier zur Beratung zurück.

In der Zwischenzeit füllte das Publikum Zettel eines Preisausschreibens mit Fragen zum Inhalt des vorgelesenen Fremdtextes aus, um die Zeit der langen Beratung der Jury zu überbrücken. (Inzwischen steht das Ergebnis fest: Der Publikumspreis, das Buch Sophiechen und der Riese, geht an Ioanna Boltres aus der 6e.)

Siegerin des Schulentscheids des diesjährigen Vorlesewettbewerbs ist Antonia Rauschen aus der 6e. Sie wird das Ratsgymnasium im Februar beim Stadtentscheid im Haus der Jugend vertreten. Wir gratulieren herzlich und sagen schon mal TOI TOI TOI!

„Können wir nicht noch ein wenig länger bleiben?“ Diese Frage wurde nach 5 intensiven Tagen der Begegnung mit unseren Gastgebern des LO Nowodworek Krakau häufiger gestellt. Dabei war weniger die aufgrund des vollen und reichhaltigen Programms etwas knapp bemessene Zeit zur Erkundung der zauberhaften Stadt Krakau Auslöser dieser Frage. Vielmehr gab es den Wunsch, noch mehr Zeit mit den polnischen Gastgebern zu verbringen und noch länger die hervorragende Stimmung, die den ganzen Austausch geprägt hat, zu genießen.

Als wären lang vermisste Freunde endlich wieder aufgetaucht, so wurden wir am Flughafen Krakau begrüßt. Schon der Besuch der polnischen Gruppe in Osnabrück im April war von Offenheit, gegenseitigem Interesse aneinander und viel Fröhlichkeit geprägt. Und diese tolle Stimmung wurde auch in Krakau sofort wieder wach.

Dabei standen die ersten 11/2 Besuchstage ganz im Zeichen der schwierigen jüngeren Geschichte. Uns wurde durch die Besuche der ehemaligen Metallwarenfabrik Oskar Schindlers und des KZ Auschwitz sowie die Vorführung eines Filmes über die ‚Gerechte unter den Völkern‘ Irina Sendler, die mehr als 5000 jüdische Kinder vor der Ermordung durch das NS-Regime rettete und dafür selber gefoltert wurde, deutlich, welch ungeheures Leid die polnische Bevölkerung während der Zeit der NS-Besatzung erleben musste. Wie schön war es darum, das Interesse der jungen Polinnen und Polen zu spüren, die Verbrechen der Vergangenheit nicht zu vergessen, aber zugleich unsere Schülerinnen und Schüler dafür nicht verantwortlich zu machen und mit ihnen gemeinsam Positives zu erleben und Freundschaften aufzubauen.

Während wir anschließend am Dienstagnachmittag noch ohne die polnische Gruppe das beeindruckende und zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Salzbergwerk Wieliczka besichtigten, konnten wir dann ab Mittwoch bei unserem Ausflug nach Zakopane viel gemeinsame Zeit mit unseren Gastgebern verbringen. Dass die Landschaft der hohen Tatra so schön ist, hatten wir nicht erwartet. Die Panoramen, die sich uns auf einer gut 4-stündigen Wanderung boten, waren von teilweise überwältigender Schönheit. Und alle genossen besonders die lange Rast auf einer Hochebene, auf der es einen spektakulärer Ausblick auf die höchsten Erhebungen der hohen Tatra gab, die Sonne mit uns um die Wette strahlte und wir leckersten Käse vom Grill genießen konnten.

Die Zimmereinteilung in der netten, sehr familiären und an einem reizvollen Hügel gelegenen Pension in Zakopane verlief anschließend reibungslos, und die polnischen und deutschen Lehrerinnen und Lehrer stellten zu ihrer großen Freude fest, dass sich von selbst ausnahmslos Zimmerbelegungen gemischter Nationalität gebildet hatten. Der am abendlichen Lagerfeuer ausgetragene friedliche Sangeswettstreit zwischen Polen und Deutschen war dann auch von viel Harmonie bestimmt (gesanglich nicht immer, der Wille war aber erkennbar), endete mit gemeinsam gesungenen Liedern, und die zwischenzeitlich gemeinsam eingeübten Tänze unter einem unglaublich klaren Sternenhimmel haben wir alle sehr genossen. So schön war dieser Abend, dass einige Deutsche und Polen zu später Stunde noch einen Hügel bestiegen, um den Sternenhimmel in Ruhe zu genießen …

Eine Wanderung hinunter in den Ortskern von Zakopane und die freie Zeit dort standen am Donnerstag auf dem Programm, ehe wir auf der Rückfahrt Zwischenstation bei Familie Zoll machten, die uns auf ihrem Anwesen zu einem Lagerfeuer samt Verköstigung eingeladen hatte. Die zwei Stunden dort gingen viel zu schnell rum. Nicht nur, weil zu wenig Zeit war, sich ausführlicher mit Stefania, dem immer wieder plötzlich mitten unter uns auftauchenden und freilaufenden Pferd der Familie zu beschäftigen. Auch das gemeinsame und nach Gehöreindrücken äußerst fröhliche Volleyballspiel hätte ohne den Zeitdruck des wartenden Busses sicher noch lange angedauert. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal, liebe Familie Zoll, für die liebenswürdige Einladung.

Am Freitag schließlich wurden wir von unserer polnischen Kollegin Anna-Maria Kozyol, die das intensive Programm mit viel Engagement und Überlegung geplant hat und die zugleich geprüfte Stadtführerin in Krakau ist, bei herrlichstem Sommerwetter sehr sachkundig durch den Wavel und Teile der beeindruckend schönen Altstadt Krakaus geführt. Die anschließende Stadtrallye wurde von den gemischten Gruppen bravourös und mit viel Teamgeist absolviert, ehe es nachmittags Zeit für gemeinsame Erkundungen in der Stadt gab.

Nach so vielen intensiven und bereichernden Begegnungen verwundert es nicht, dass wir einen sehr emotionalen Abschied hatten. Die vielen herzlichen Umarmungen, die warmen Worte und zahllose Tränen passten einfach zu einer äußerst gelungenen Begegnung. Und wie schön war es für uns begleitende Lehrer, schon am Flughafen feste Verabredungen der Austauschpartner für ein gemeinsames Silvesterfest mitzubekommen, um sich so noch näher kennenzulernen und mehr gemeinsame Zeit miteinander zu verbringen.

Es bleibt zu wünschen, dass diesen so gelungenen ersten Begegnungen mit dem LO Nowodworek Krakau noch viele weitere folgen werden. Noch ist aufgrund organisatorischer Schwierigkeiten nicht ganz sicher, ob der Austausch 2017 stattfinden wird, aber die Chancen stehen inzwischen sehr gut. Und, liebe Zehntklässler, fragt die Teilnehmer dieses Jahres mal nach ihren Erfahrungen; vielleicht können sie Euch ja anstecken mit ihrer Begeisterung, so dass Ihr auch Lust bekommt auf diesen Austausch und Euch für 2017 anmeldet.

Text und Foto: Holger Niehoff

 

 

Das Ratsgymnasium Osnabrück wurde am 18. Juni 2016, in Anwesenheit von Dr. Claudia Bogedan, Bremer Senatorin für Kinder und Bildung sowie Präsidentin der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder, in Bremen mit dem von CTS Gruppen – und Studienreisen gestifteten Jugend forscht Schulpreis ausgezeichnet.

Bei der offiziellen Preisverleihung erhielten die Preisträger das Preisgeld in Höhe von 1000 Euro. „Der Preis soll als Anreiz für Schulen wirken, das kreative, forschende Lernen zur individuellen Förderung interessierter und talentierter Schülerinnen und Schüler noch umfassender in den MINT Fächern einzusetzen.“ (Dr. Nico Kock, Vorstandsmitglied Jugend forscht e.V.). Gestiftet wird der Preis von CTS Gruppen- und Studienreisen aus Lemgo.

Mit dem Preis würdigt die Stiftung Jugend forscht bundesweit das besondere Engagement von Schulen bei dem Wettbewerb. Bewertet wurden dabei neben der Anzahl an eingereichten Projekten auch deren Qualität, sowie die besondere Förderkultur der Schule im naturwissenschaftlich- technischen Bereich.

Für die Schule bietet das Preisgeld die Möglichkeit für die Jungforscher weitere wichtige Ausstattungsgegenstände anzuschaffen, die aus dem normalen Schuletat nicht zu finanzieren wären. Angedacht sind beispielsweise die Minicomputer „Blackberry Pi“ und „Arduino“, sowie Material für die Robotik AG.

SLK (21.06.16)

(Foto: Ingo Dobbert (geschäftsführender Gesellschafter CTS), Gunnar Söhlke (Leiter der AG, Ratsgymnasium), Dr. Nico Kock (Vorstandsmitglied Jugend forscht e.V.); Copyright CTS Reisen)

 

Wie hoch kann man einen Turm aus Schwämmen bauen? Kann man Schaltungen überprüfen, indem man die richtigen Lampen herausschraubt? Hört man eigentlich, wann ein Glas fast komplett mit Wasser befüllt ist? Wie muss eine möglichst langsame Kugelbahn aussehen? Wie baut man aus Brettern eine möglichst stabile Brücke?– Diese Aufgaben waren beim diesjährigen Wettbewerb „Tüftel-Tiger“ durch Probieren, Kombinieren, Beharrlichkeit und innovative Ideen – kurz: Tüfteln – zu lösen, jeweils in 10 Minuten. 27 Kinder aus den Grundschulen Eversburg, Pye, Atter, Voxtrup, der Franz-Hecker-Schule, der Drei-Religionen-Grundschule, der Elisabethschule und der Waldschule Lüstringen trafen sich am 24. Mai im Ratsgymnasium zur zweiten Runde des Tüftel-Tigers, der von der VME-Stiftung Osnabrück-Emsland unterstützt wird. Nachdem jedes Schulteam sich den 5 Tüftel-Aufgaben gestellt hatte, konnten die Grundschüler nach einer Spielpause auf dem Schulhof noch den wohl einfachsten Elektromotor der Welt, bestehend aus einer Batterie, einer Schraube, einem kleinen Magneten und einem Streifen Alufolie, zusammenbauen, bevor es an die Siegerehrung ging. Hier die ersten drei Plätze:

  1. Platz: Grundschule Atter (Wesley Osigwe, Jan Bardenberg, Madina Zainutdinov)
  2. Platz: Grundschule Voxtrup (Stella Kaiser, Niklas Greb, Johanna Pohlmann)
  3. Platz: Franz-Hecker-Schule (Janne Froh, Katharina Hirata, Line Kirschker).

Herzlichen Glückwunsch!

Herzlichen Dank an die Ratsschüler, die uns unterstützt haben! Schüler der Klasse 11C1, Frau Crone, Herr Steffgen, unser ehemailger FSJler Paul Nagel und unsere ehemalige Praktikantin Imke Bolz übernahmen die Aufgaben als Team- und Stationsbetreuer, Pausenaufsicht und das Catering. Ein weiterer Dank geht an Herrn Müller für die tollen Fotos!

30.05.2016, Stu