Mit der Einschulung in den 5. Jahrgang beginnt der Aufstieg am Gymnasium bis zum Abitur. Was ist wichtig mitzunehmen?  Wie kann ich den teilweise anstrengenden Weg bis zum Gipfel bewältigen, ohne den Mut und die Freude zu verlieren?

Diese Gedanken standen im Mittelpunkt der Einschulungsfeier am Ratsgymnasium am 10. August 2018. 124 neue Schülerinnen und Schüler waren zunächst mit Ihren Familien in die Katharinenkirche eingeladen. Pastor Weymann und die neuen Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer – Frau Evers, Frau Bergmann, Frau Rörsch-Eisenberg, Frau Haubrock und Herr Pundsack –   brachten bereits hier  Rucksäcke mit, aus denen sie einige Grundschulutensilien auspackten, einige Begleiter wie ein Maskottchen lieber mitnahmen und viel Platz für Neues schafften. Mit der Unterstützung der Eltern und Lehrerinnen und Lehrer und dem nötigen Vertrauen wird der Anstieg zum Gipfel schon gelingen.

Herr Wehleit knüpfte an diese Gedanken in der Einschulungsfeier in der Aula an und führte allen Anwesenden vor Augen, wie anstrengend so ein Anstieg auch sein kann: Er kletterte an einem  Seil Richtung Auladecke! Doch auch er betonte, dass alle daran mitwirken wollen, den neuen Schülerinnen und Schülern Sicherheit auf ihrem Weg zu geben. Deshalb wurde den Kindern gezeigt, wie sie einen Palstekknoten anfertigen können und sie bekamen einen Karabinerhaken für ihren neuen Rucksack geschenkt.

Schülerinnen und Schüler der 6e hatten zudem zwei beeindruckende englischsprachige Szenen unter der Leitung von Herrn Mielke vorbereitet und die Klasse 6b unter der Leitung von Herrn Heyer sang und spielte mit ihren Blockflöten fröhlich „Probiers mal mit Gemütlichkeit“ und „Heute hier morgen dort“. Die Schülerkapelle rundete das Programm schwungvoll ab.

Der Rucksack ist gepackt, es kann also losgehen. Wir wünschen unseren neuen Schülerinnen und Schülern viel Erfolg!

Text: Silke Klar, Fotos: Claus Adelski

 

Lernstrategien entwickeln – Bestnoten erzielen – Seminar für Schüler/innen
Im Laufe der Schulzeit bewältigen wir rund 100 Prüfungen. Gerade die Abschlussprüfungen setzen uns unter Druck, da sie für die weitere Zukunft entscheidend sind. Das Seminar soll Tipps und Tricks geben, Prüfungen mit der nötigen Gelassenheit anzugehen und dabei gute Noten zu erzielen. Inhalte des Seminars:
  • Umgang mit Prüfungsstress
  • Lernstrategien entwickeln
  • Selbstmanagement
  • Zeitmanagement
  • richtige Prüfungsvorbereitung

Bei Interesse kannst du dich hier anmelden.

Anmeldetermine 2018

18. April – 14.00 – 18.00 Uhr
19. April – 08.00 – 12.00 Uhr & 14.00 – 17.00 Uhr
02./03. Mai – 08.00 – 12.00 Uhr

Bitte bringen Sie zur Anmeldung Ihr Kind und die letzten beiden Zeugnisse im Original mit. Passfotos sind nicht erforderlich. Für die Anmeldung können Sie telefonisch nach den Osterferien einen Termin im Sekretariat vereinbaren (0541/323 4383 oder 323 3350).

Ein Kennenlernnachmittag für neue Ratsschüler findet am 25. Juni in der Zeit von 16:30 – 18:00 Uhr statt.

 

Die Klassenlehrer in den neuen fünften Klassen werden Regis Baumans (Französisch/ Kunst), Christine Haubrock (Französisch/ Kunst), Frank Pundsack (Mathematik/ Physik), Mascha Bergmann (Deutsch/ Sport) und Corinna Evers (Deutsch/ Englisch). Alle neuen fünften Klassen werden von einem Klassenlehrertandem geleitet. Weitere Informationen gibt es am Tag der offenen Tür am  Mittwoch, dem 07.03.2018 in der Zeit von 16.30 Uhr bis 19.00 Uhr.

Die gesamte Schulgemeinschaft freut sich auf den Besuch interessierter Viertklässler und deren Eltern. Auch hier gibt es neben vielen Angeboten zum „Mitmachen“ für die Kinder Elterninformationen über das schulische Angebot am Ratsgymnasium. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

Unter Mitwirkung der beiden Ratsschüler Jan Witten und Theo Amelingmeyer (Jahrgang 12) fand in der Katharinenkirche am 27. Januar 2018 anlässlich des Holocaust-Gedenktages eine bewegende Lesung des Briefromans „Adressat unbekannt“ von Kressmann Taylor aus dem Jahr 1938 statt. Jan und Theo hatten sich akribisch auf diese Lesung vorbereitet und ernteten viel Applaus für ihren Vortrag. Anschließend mahnte Alt-Bundespräsident Christian Wulff in einem leidenschaftlichen Appell, Rassendiskriminierung und Ausländerfeindlichkeit frühzeitig zu erkennen, die Erosion der Demokratie nicht hinzunehmen und sich gemeinschaftlich für Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung, Toleranz und eine offene Gesellschaft einzusetzen. Zu Lesung und Vortrag hatten die Katharinengemeinde und der Verein Friedensorgel St. Katharinen eingeladen.

Bilder und Text: Friedemann Neuhaus, 28.01.2018

Das Konzert findet am Mittwoch, den 20. Dezember 2017

um 19 Uhr

in der Katharinenkirche statt.

Es wäre schön, wenn  trotz der arbeitsreichen Tage Zeit dafür gefunden wird.

Es ist immer wieder beeindruckend, unsere Schülerinnen und Schüler im musikalischen Kontext erleben zu können.

Das Weihnachtskonzert verspricht Entspannung und vorweihnachtliche Stimmung.

Michael Geß, 14.12.2017

Die Informationsveranstaltung für die zukünftige Klasse 11(Einführungsphase)  findet am Dienstag, 13. Februar 2018 um 19:00 Uhr statt.

Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass die Belegung einer zweiten Fremndsprache an der Real-/ Oberschule Vorraussetzung für die Anmeldung am Ratsgymnasium ist, da hier in Klasse 11 keine neu einsetzende zweite Fremdsprache angeboten wird.

Die Anmeldung ist am Dienstag, 20. Februar in der Zeit von 16:00 -18 Uhr möglich.

Ausgestattet mit Schlafsack, Papier und Bleistift traten am Wochenende mehr als siebzig Schüler des Ratsgymnasiums zu einem Wettbewerb der besonderen Art an: In der „Langen Nacht der Mathematik“ rätselten, knobelten und rechneten die Teilnehmer an zahlreichen Problemen und Aufgaben verschiedener Schwierigkeitsgrade. Der Startschuss fiel am Freitagabend um 18 Uhr. Ab dann stellten die zwanzig Teams ihr Können in insgesamt drei Wettbewerbsrunden unter Beweis. Unterstützung erhielten sie dabei von Schülern der Oberstufe und Kollegen der Mathefachgruppe. Die Nacht hindurch wurde gegrübelt, kombiniert, gezeichnet und gerechnet, bis die letzten Lösungen in den Morgenstunden abgeschickt wurden. Müde und geschafft, aber dennoch stolz und glücklich über das Erreichte wurden die Schüler dann am Samstagmorgen um 8 Uhr von ihren Eltern abgeholt.

In diesem Jahr nahmen in ganz Deutschland über 16000 Jugendliche in knapp 5500 Teams an der Mathenacht teil.

Gratulation an alle Teams, die ihr Können und Durchhaltevermögen in der „Mathenacht“ unter Beweis gestellt haben. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse!

Text &Fotos: Imke Bolz, Frank Pundsack, 27.11.2017

Die Herbstakademie 2017 – veranstaltet von Hochschule und Universität Osnabrück sowie acht Osnabrücker Gymnasien – konnte für 24 Schülerinnen und Schülern des Rats vertiefte Einblicke in akademische Themen, Institute und Vorgehensweisen bieten.

Während der Einführungsveranstaltung konnten die Teilnehmer einem Vortrag „Unterwegs in eine enkeltaugliche Neue Aufklärung 2.0“ von Ernst Ulrich von Weizsäcker beiwohnen. Die anschließende Diskussion konnte für viele Teilnehmer fruchtbare Perspektiven für die Gestaltung der Zukunft der Menschheit auf dieser Erde eröffnen.

In zwölf Kursen zu den Themen Amerikanistik, Werkstofftechnik, Biologie, Informatik, Geschichte, Verfahrenstechnik, Soziale Arbeit, Experimentelle Ethik, Lebensmittelwissenschaften, Soziologie, Bildende Kunst und Systemwissenschaft konnten die Teilnehmer an drei Tagen in den Herbstferien neben der fachlichen Auseinandersetzung interessante Erfahrungen über studentisches Leben und akademische Einrichtungen sammeln. Beim Präsentationstag im November wurden dann die Ergebnisse der einzelnen Kurse vorgestellt, sei es die Entstehung und Bedeutung von „Fake News“, die Herstellung von marktfähigem Apfelsaft, die gentechnische Analyse von Erbkrankheiten, die Simulation der Populationsentwicklung von Inselvölkern, ein Quartierrundgang am Rosenplatz mit der Perspektive des Sozialarbeiters und Städteplaners, philosophische und ethische Gesichtspunkte bei der Entwicklung von selbstfahrenden Autos oder die Implementation von Schwarmverhalten bei miteinander kommunizierenden Robotern.

Die Organisatoren hoffen, dass durch die Herbstakademie Berührungsängste zu akademischen Einrichtungen abgebaut werden, Einblicke in universitäre Arbeitsweisen gewonnen werden konnten und vielen Teilnehmern die Entscheidung über ein anzustrebendes Studienfach erleichtert wird – und sei es nur die Einsicht, dass es das Fach des eigenen Kurses nun doch nicht werden soll.

Text & Foto Robert Stutzenstein, 16.10.2017

Liebe Mitglieder,

erstmals zog es Vorstand und Beirat der Ehemaligen-Vereinigung für eine Sitzung hinaus in die Welt. Genauer gesagt, in die Niederlande, nach Den Haag. Wir folgten einer Einladung unseres Beiratsmitglieds Uwe Hinxlage, der dort die Deutsche Internationale Schule Den Haag (DISDH) leitet.

Wir lernten eine Schule kennen, die in vielerlei Hinsicht „anders“ ist. Es geht damit los, dass die DISDH als Privatschule letztlich nach der Pfeife des Schulvereins tanzen muss, der Träger und Eigentümer ist. Hier haben die – zahlenden – Eltern eine institutionelle Mehrheit. Da viele Eltern in gehobener Position in Botschaften, Konsulaten oder einer der zahlreichen internationalen Organisationen arbeiten, hat Hinxlage es mit einer „insgesamt recht anspruchsvollen Klientel“ zu tun, wie er es diplomatisch ausdrückt. Das Schulgeld beträgt 7350 Euro pro Schuljahr, was im Vergleich mit anderen internationalen Schulen in Den Haag eher wenig ist. Das wiederum liegt daran, dass der deutsche Staat Zuschüsse gibt. Er hat ein Interesse daran, dass Deutsche im Ausland eine Schulversorgung nach deutschen Standards erhalten. An der DISDH legen die Schüler nach dem 12. Schuljahr die Deutsche Internationale Abiturprüfung (DIAP) ab. Die DIAP ist die internationale Variante des regulären deutschen Abiturs. Dieser Abschluss wird auf der ganzen Welt anerkannt und ermöglicht ein Studium sowohl in Deutschland als auch im Ausland. „Insofern haben wir es bei Lehrplänen und Prüfungsanforderungen auch mit der deutschen Kultusministerkonferenz zu tun“, erklärte Hinxlage.

Einige Einflussnehmer sind damit beschrieben. Formal bezeichnet sich die Schule als „unabhängig“. Das trifft insofern zu, als Hinxlage keine Dienstanweisungen einer ministeriellen Schulbehörde empfängt, obwohl er weiterhin aus Deutschland bezahlt wird. Aber viele wollen mitreden, wenn es um Schule geht. Das ist in Deutschland so und noch mehr im Ausland. Großunternehmen, die teils das Schulgeld für ihre Angestellten übernehmen und darüber hinaus als Spender auftreten, verschaffen sich Gehör. Und wenn der ägyptische Botschafter sich beim deutschen Amtsträger beschwert, dass Hinxlage seinen Sohn (aus guten Gründen) nicht aufnehmen will, dann kommt es auch schon mal zu einer Einflussnahme auf diplomatischem Wege. Mehr als ein Schulleiter in Deutschland hat er zwischen widerstreitenden Interessenvertretern zu vermitteln. Und muss gleichzeitig auf großer internationaler Bühne repräsentieren, ganz zu schweigen von fast regelmäßigen Abend- und Wochenendterminen. So manch einen Kollegen zerreibt es dabei. Die wenigsten stehen die sechs Jahre, auf die so ein Auslandseinsatz angelegt ist, durch.

Hinxlage leitet die DISDH seit 2013. Er hat sich eine gewisse Robustheit zugelegt. Zudem ist diese nicht seine erste Auslandsmission. Von 1998 bis 2001 lehrte er an der deutschen Schule in Washington, D.C. Danach rief ihn die Heimat zurück. An der Gesamtschule Schinkel wurde er zunächst Fachbereichsleiter und ab 2005 stellvertretender Schulleiter. 2013 packte ihn wieder die Lust auf neue Herausforderungen, um nicht zu sagen Abenteuer. Seitdem ist er der Dompteur eines bunt zusammengesetzten Kollegiums und von 400 Schülern aus 33 verschiedenen Nationen, angefangen bei den Dreijährigen im Kindergarten bis zu den Abiturienten. Und er hält die Tradition einer Schule hoch, die seit 1863 wichtige Anlaufstelle für deutsche Sprache und Kultur und ein Teil des internationalen Lebens in Den Haag ist.

Auf dem Rundgang durch die Schule wunderten wir uns zunächst über die hermetische Abgeschlossenheit des Schulkomplexes und die Omnipräsenz von Wachleuten. Seit den Terroranschlägen in Belgien und Frankreich entschloss sich der Schulverein zu einer deutlichen Verschärfung des Sicherheitsstandards. Erstaunlich fanden wir auch, dass das Schulgebäude mit seiner nach unserem Empfinden eher nichtssagenden Sechziger-Jahre-Architektur unter Denkmalschutz steht. Das hat für Hinxlage die Konsequenz, dass er vor jedem Nagel, den er in die Wand hauen will, fragen muss. Die „Monumentenwacht Nederland“ verstehe keinen Spaß. Wenn Auflagen nicht eingehalten würden, drohten saftige Strafen.

Bemerkenswert fanden wir die gute schultechnische Ausstattung. Jeder Klassenraum verfügt über ein elektronisches Whiteboard. Schmunzeln mussten wir im Kindergarten-Vorraum über die fein säuberlich an den Garderobenhaken hängenden „LiceSafe“-Säcke. Um die Übertragung von Kopfläusen über die Kleidungsstücke zu verhindern, muss jedes Kind seine Jacke in einen Läusesack stecken.

Nach unserem „Arbeitsbesuch“ in der Schule luden uns Uwe Hinxlage und seine Frau in ihre Privatwohnung auf einen „Borrel“ ein. Das ist der niederländische Begriff für einen zwanglosen Umtrunk am Abend unter Darreichung von Häppchen. Es wurde außerordentlich „gezellig“ und wir denken mit schlechtem Gewissen daran zurück, was wir Uwe und seiner Familie mit unserer übergroßen nächtlichen Ausdauer zugemutet haben. Egal, am nächsten Morgen traten wir pünktlich zur Stadtbesichtigung an, bei der uns Uwe die Regierungshauptstadt mit ihren historischen Gebäuden, Einkaufsstraßen, dem Regierungssitz, dem Königsschloss in Wassenaar und den zahlreichen internationalen Institutionen näher brachte. Die Deutsche Evangelische Kirche in der Bleijenburg stellte uns Pastor Jan Mathis vor. Sie ist ähnlich der Deutschen Schule ein Integrationspunkt für die deutsche Community. Dabei trafen wir auf den ehemaligen Ratsgymnasiasten Ulrich Thöle (Abitur 1968), der als Rechtsanwalt in Den Haag lebt und arbeitet und der Kirche als Prädikant dient.

So dankbar wir Uwe Hinxlage und seiner Frau für ihre übergroße Gastfreundschaft sind, so wenig stehen wir bei unserer Vereinigung in der Schuld. Das nur als Hinweis an die Kassenprüfer: Wir Mitreisenden haben alles selbst bezahlt und die Vereinskasse mit keinem Cent belastet! Und sind darüber hinaus ökologisch korrekt mit der Bahn gereist, mit einmal Umsteigen – zweiter Klasse, und das als erstklassiger Verein.

Für die Reisegruppe aus Vorstand und Beirat:
Joachim Dierks.


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