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Beratung
Begabtenförderung

Begabtenförderung

Förderung von leistungsstarken Schülern am Ratsgymnasium Osnabrück

Die Förderung von leistungsstarken Schülern ist im Grundsatz einer möglichst individuellen Förderung begründet, wie sie im Leitbild des Ratsgymnasiums zum Ausdruck kommt. Die persönliche kreative Entwicklung und Entfaltung eines jeden Schülers soll durch ein breites Spektrum von Angeboten ermöglicht werden, deren Vielfalt ein Kennzeichen des Ratsgymnasiums darstellt.

Individualisierung ist ebenso Voraussetzung für das Vermeiden und den Abbau von Benachteiligungen wie für das Finden und Fördern von besonderen Begabungen, eine wichtige Facette des die Schule prägenden Pluralismus. Dabei betrachten wir den Menschen als Ganzes und möchten nicht nur intellektuelle Fähigkeiten, sondern auch emotionale, soziale, künstlerische sowie praktische Fähigkeiten fördern.

    Stutzenstein, Robert

    Organisator der Begabtenförderung und von MINT-Projekten

    Fächer: Mathematik, Physik, (Musik)

      Aktuelles

      Begabungen erkennen

      Begabungen erkennen

      Um Begabungen frühzeitig erkennen zu können, greifen wir auf Beobachtungen von Eltern, den Schülern selbst, ehemaligen und jetzigen Lehrern zurück, so beispielsweise schon beim Schuleingangsfragebogen. Durch gegenseitige Besuche in den am Kooperationsverbund Hochbegabung (s. u.) beteiligten Schulen mit gemeinsamen Konferenzen und Besprechungen informieren wir uns und stimmen uns ab, innerschulisch innerhalb der regelmäßigen Beratungs- und pädagogischen Klassenkonferenzen. Insbesondere die Beobachtung und Dokumentation von Lern- und Leistungsbiographien besonders begabter Schüler ist ein Anliegen unserer Arbeit, das wir gemeinsam mit den anderen Schulen des Kooperationsverbandes Hochbegabung verfolgen. Hiermit verfolgen wir die Leitlinie des niedersächsischen Kultusministeriums, nach der die pädagogische Diagnose Vorrang vor eventuellen psychologischen oder ähnlichen Tests (z. B. IQ-Tests, Hochbegabungs-Tests) hat. So sind beispielsweise bestimmte IQ-Werte allein keine Voraussetzung für eine bestimmte Förderung, andererseits lässt sich aus ihnen auch kein Anspruch auf diese ableiten. Neben einer Leistungsstärke in bestimmten Bereichen sollte auch ein gewisses Interesse daran, Leistungsbereitschaft und ein Notenbild, das zusätzliche Fördermaßnahmen rechtfertigt, vorhanden sein. Der enge Austausch mit dem Beratungslehrer-Team des Ratsgymnasiums gewährleistet eine zusätzliche Unterstützung bei Schülern, deren (Hoch)Begabung mit problematischen weiteren Verhaltensmustern einhergeht, etwa bei Underarchievement oder anderen Formen der Unterforderung.

      In diesen Fällen können die Beratungslehrer Hilfestellung bei der Diagnose der hinter den Verhaltensmustern stehenden möglichen Probleme geben. Je nach Ergebnis sind schul-intern unterschiedliche Trainingseinheiten zur Regulierung von Verhaltensmustern im sozialen Bereich und im Bereich von Lernstrategien und -motivationen möglich. Ebenso kann die Beratung den Schülern helfen, ihre Kompetenzen sicher zu erkennen und zielführend zu nutzen – nicht nur in der Schule, sondern auch schon im Hinblick auf Studium und Beruf. Weiterhin können bei Bedarf schulexterne Adressen zur intensiveren Unterstützung vermittelt werden.

      Förderung

      Förderung

      Förderung von leistungsstarken Schülern bedeutet Anreichern (Enrichment) und Beschleunigen (Akzeleration).

      Als mögliches Enrichment-Angebot besteht für alle Schüler die Möglichkeit das außeror-dentlich vielfältige, jahrgangsübergreifende Angebot zu nutzen. Beispiele sind: Theater-AGs in Sek. I und Sek. II, Rudern und weitere Sport-AGs (Hockey, Fußball, Basketball, Judo), Schülervertretung, Kammerorchester, Rats-Kapelle und Vorkapelle, Mittel- und Oberstufenchor, Mediatorenausbildung, AG Soziales Lernen, Kunst-Projekt in der Kunsthalle Dominikanerkirche, Geschichts-AG, Jugend forscht, Informatik-AG, 2 Mathematik-AGs u.v.m.

      Speziell die Arbeitsgruppe Jugend forscht, die Geschichts-AG und das Projekt mit der Kunsthalle Dominikanerkirche sind explizit für die Begabtenförderung vorgesehen, wegen der Teilnahme an besonderen Wettbewerben bzw. des außerschulischen Lernstandorts. Außerschulisch bieten wir unter anderem die Teilnahme an der vom Ratsgymnasium initiierten und von der Universität Osnabrück organisierten Jean-Monnet-Schülerakademie, deutschlandweiten MINT-Camps, den Deutschen Schülerakademien, Besuchsprogramme mit der Universität Utrecht.

      Als eine besondere Form des Enrichments ist das „Pull-Out“ möglich. In der Enrichment-Form wird einem leistungsstarken und motivierten Schüler erlaubt, während der Zeit eines bestimmten Fachunterrichts für eine definierte Zeit an einem Projekt, beispielsweise dem Osnabrücker Projektsommer, zu arbeiten, das mit dem Fachlehrer abgesprochen ist. Der Schüler verlässt dazu den Fachunterricht und arbeitet selbstständig an seinem Projekt, wobei der Lehrer sicherstellt, dass der Schüler die nötigen methodischen Fähigkeiten dazu besitzt. Zum Abschluss des Projekts werden die Ergebnisse der Klasse/dem Kurs in geeigneter Weise bekannt gemacht (Darstellungspflicht). Auch das Schnupperstudium bzw. das Frühstudium an der Universität Osnabrück sind möglich und werden in Anspruch genommen.

      Außerdem ist das Drehtürmodell als Akzelerations-Form möglich, dabei wird dem Schüler erlaubt, am Fachunterricht in der nächsthöheren Klasse teilzunehmen. Dieses Verfahren setzt die Information der Erziehungsberechtigten und ihre Zustimmung voraus. Außerdem müssen der Fachlehrer der aufnehmenden Klasse sowie die Lehrer, in deren Stunden der Schüler abwesend ist, einverstanden sein. Der Schüler hat die Pflicht, Versäumtes selbstständig nachzuholen. Bei diesem Modell besteht die Möglichkeit, einzelne Fächer vorzeitig abzuschließen. Die gewonnene Zeit kann dann u. U. für den Besuch von Universitätsveran-staltungen, insbesondere als Frühstudium an der Universität Osnabrück, genutzt werden. Insgesamt versuchen wir unsere Leistungskultur zu verbessern, dazu werden Leistungen intellektueller, sozialer und sportlicher Art sowohl im Klassenverband als auch öffentlich durch Ehrungen und Würdigung auf den Zeugnissen sowie in einem Schaukasten im Schuleingangsbereich hervorgehoben. Eine Würdigung besonderer Leistungen (schulische Noten, Wettbewerbsergebnisse, soziales Engagement, etc.) findet öffentlich zu Schul-jahresende statt.

      Ein Aspekt der Individualisierung findet sich schon im Profilunterricht der Jahrgänge 7 bis 9. Hier können Schüler ihren Neigungen entsprechende teilweise interdisziplinäre Kursangebote aus verschiedensten Fachrichtungen wählen, etwa Biologie/Sport, eine dritte Fremdsprache oder religionsgeschichtliche/geographische/politische Aspekte der Stadt Osnabrück.

      Außerdem bieten wir regelmäßigen Austausch mit Polen, England, Frankreich, USA, Finnland und Russland und in zweijährigem Turnus Austausch älterer Ruderer mit Ruderern aus Kalifornien. Weitere Besuche von bzw. zu ausländischen Schulen finden im Rahmen des Comenius-Programms statt.

      Der Kooperationsverbund Hochbegabung

      Der Kooperationsverbund Hochbegabung

      Das Ratsgymnasium bildet zusammen mit den beiden Osnabrücker Grundschulen Elisabethschule und Heinrich-Schüren-Schule den so genannten Kooperationsverbund „Osnabrück-Stadt II“. Diese drei Schulen sind vom Land Niedersachsen zertifiziert als Schulen, die sich die Förderung besonderer Begabungen in besonderer Weise zur Aufgabe gemacht haben. Die Zusammenarbeit der drei Schulen ist geprägt durch gemeinsame konzeptionelle Arbeit in Fragen der Förderung und des gegenseitigen Erfahrungsaustauschs sowie durch schul- und schulformübergreifende Angebote, insbesondere des Ratsgymnasiums an die beiden Grundschulen, 2011 etwa Kursangebote zu naturwissenschaftlichen Phänomenen, Philosophieren mit Grundschülern sowie eine Entdeckerwerkstatt Geschichte.

      Inzwischen wurde der Kooperationsverbund auf weitere Grundschulen des so genannten „Zweiten Rings“ erweitert (Altstädter Grundschule, Johannisschule, Elisabeth Siegel-Schule, Grundschule Atter, Grundschule Sutthausen, Grundschule Pye, Waldschule Lüstringen, Franz Hecker-Schule). Dieser umfasst weitere Grundschulen, die zwar gymnasiale Angeboten in Anspruch nehmen können, aber nicht an der Gestaltung des Kooperationsverbundes beteiligt sind.

      Der Osnabrücker Projektsommer

      Der Osnabrücker Projektsommer

      In Kooperation mit der Universität und der Hochschule Osnabrück findet seit 2009 der Osnabrücker Projektsommer statt und stellt eine sehr individualisierte Form der Begabungsförderung dar. Besonders begabte und interessierte Schüler arbeiten sich in ein Thema ihrer eigenen Wahl ein. Dieses Thema soll außerhalb des schulischen Fächer- oder zumindest Unterrichtskanons liegen. Exemplarisch seien hier spezielle Architekturkonzepte, ein psychologisches Phänomen, moderne Technologien oder die Beleuchtung einer historischen These sein. Abschluss des Projektsommers ist ein Expertenvortrag durch die teilnehmenden Schüler, der in den Räumlichkeiten der Universität vor einem großen Publikum präsentiert wird. Unterstützt werden die teilnehmenden Schüler durch Mentoren, die als fachliche Experten bei der Informationsfindung und -strukturierung und der Vorbereitung des Vortrags beratend zur Seite stehen. Diese Mentoren sind möglichst außerschulische Experten, d. h. akademische Mitarbeiter, Professoren oder sonstige professionelle Experten. Zusätzlich organisieren das Ratsgymnasium oder die Universität Fortbildungen zu Präsentations-, Vortrags- und weiteren wissenschaftspropädeutischen Techniken.

      Trotz dieser unterstützenden Rahmenbedingungen wird von den Teilnehmern ein hohes Maß an Selbständigkeit ein und trainiert damit etliche so genannte „soft skills“, etwa Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit, Informationsbeschaffung und -strukturierung, eigene Arbeitsorganisation und Zeitmanagement. Die erfolgreiche Teilnahme am Osnabrücker Projektsommer wird mit einem Zertifikat der Hochschule/Universität nachgewiesen.

      Die Herbstakademie

      Die Herbstakademie

      Für die Schüler ab Klasse 10 organisieren wir in Kooperation mit 3 weiteren Gymnasien und der Universität sowie der Hochschule Osnabrück die Herbstakademie mit dem Ziel, auch in dieser Altersstufe besonders begabte und leistungsstarke Schüler zu fördern.

      Die Jugendlichen sollen im von ihnen gewählten Kurs mit Themen bekannt gemacht werden, die nicht in der Schule angeboten werden können. Die Schüler sollen produktorientiert arbeiten (selbstständige Arbeitsergebnisse) und ihre Teamfähigkeit verbessern, indem sie mit ihnen bis dahin unbekannten Schülern anderer Schulen zusammenarbeiten. Hierzu können sie aus einem Angebot von ca. 10–12 Kursen wählen, die in speziellen Arbeitsgruppen und Instituten von Universität und Hochschule stattfinden, oft intensiver und näher an den akademischen Mitarbeitern und Einrichtungen, als jeder Student im Grundstudium kommt. Somit leistet die Herbstakademie auch einen wichtigen Beitrag bei der Studienwahl nach dem Abitur, da durch deren Teilnahme akademische Angebote deutlich besser eingeschätzt werden können.

      Die Herbstakademie besteht aus einem Einführungstag, der dreitägigen Kernphase am Ende der Herbstferien und einem Präsentationstag im November. Bei erfolgreicher Teilnahme bekommen die Schüler eine Urkunde für ihr Portfolio.

      Zusätzlich besteht über die Herbstakademie ein enger Kontakt zur Studienberatung der Universität/Hochschule Osnabrück, der bei möglichen Orientierungsfragen von Oberstufenschülern genutzt werden kann.

      Herbstakademie 2017:
      Kursausschreibungen Herbstakademie 2017  Anmeldung Herbstakademie 2017

      Außerschulische Lernorte und Kooperationen

      Außerschulische Lernorte und Kooperationen

      • Universität und Hochschule Osnabrück
      • Exzellenz-Netzwerk MINT EC
      • TeutoMINT mit dem Kepler-Gymnasium Ibbenbüren und dem Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium Münster
      • MINT-Tage mit dem Gymnasium Sulingen und dem Gymnasium Bad Nenndorf
      • Deutsche Bundesstiftung Umwelt
      • Schülerforschungszentrum Osnabrück
      • Niedersächsisches Staatsarchiv
      • Diözesanmuseum Osnabrück
      • Kunsthalle Dominikanerkirche
      • Universität Utrecht
      • Verband der Metall- und Elektroindustrie Osnabrück-Emsland

      Wettbewerbe

      Wettbewerbe

      Das Ratsgymnasium fördert darüber hinaus die Einzel- und Gruppenteilnahme an folgenden Wettbewerben:

      • Niedersächsischer Vorlesewettbewerb
      • Schulinterner Lesewettbewerb
      • Fremdsprachenwettbewerbe in Englisch, Latein und Französisch
      • Rerum Antiquarum Certamen (Latein-Wettbewerb)
      • Delph-Zertifikate in Französisch
      • Gestalte Dein Zuhause (Wettbewerb der Volksbanken)
      • Planspiel Börse
      • Schülerwettbewerb des Niedersächsischen Landtags
      • Korrespondenzzirkel Politik-Wirtschaft der Universität Halle-Wittenberg
      • Internationale Rollensimulation Politik und Internationale Sicherheit
      • Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten
      • Bundeswettbewerb Geographie (National Geograph)
      • Wettbewerb der Landeskirche – Schülerlandeswettbewerb um den Preis der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen
      • Jugend forscht
      • Deutsche Physik-Olympiade
      • International Junior Science Olympiade
      • Pangea-Mathematikwettbewerb
      • Känguru der Mathematik
      • Niedersächsische Mathematik-Olympiade
      • RAMA (Rats-Mathematik-Wettbewerb)
      • OMO (Osnabrücker Mathematik-Olympiade)
      • Informatik-Biber
      • Homepage AWARD
      • Intel Leibniz Challenge
      • Chemie macht´s bunt
      • Australian National Chemistry Quiz
      • RatsCup (schulinternes Fußballturnier)
      • Jugend Trainiert für Olympia (mit Bundesfinalteilnahme im Rudern 2011)
      • Bezirksentschide in Handball, Schwimmen, Judo, Basketball, Hockey, Fußball
      • Barmer-Cup (Fußball)
      • Volkstriathlon Melle

      Ausblick

      Ausblick

      Als weitere differenzierende und Enrichment-Maßnahme ist die Einführung von „Erweiterungskursen“ in Planung, bei denen besonders leistungsstarke Schülerinnen eines Jahrgangs in einem Fach den regulären Unterricht verlassen, um sich in diesem Kurs anspruchsvolleren Anforderungen zu stellen. Zusätzlich ist eine noch engere Kooperation mit der Universität Osnabrück angedacht: Die Einrichtung einer „Intensivklasse“, bei der besonders begabte SchülerInnen des Jahrgangs 9 oder 10 ihr schulisches Pensum in drei Vierteln des Schuljahres absolvieren, um im restlichen Quartal universitäre Angebote, vorzugsweise außerhalb des schulischen Fächerkanons, wahrzunehmen, sowie das Frühstudium an der Universität.