Am 16. Mai gab es endlich die von den Teilnehmern sehnlichst erwartete Rückmeldung der Preise des Känguru-Wettbewerbes, der im März dieses Jahres bereits zum 25. Mal stattfand.

Der Känguru-Wettbewerb ist ein mathematischer Multiple-Choice-Wettbewerb, an dem mittlerweile fast 6,5 Millionen Teilnehmer aus mehr als 50 Ländern teilnehmen, darunter in diesem Jahr ca. 1 Million Teilnehmer aus über 11.000 deutschen Schulen und darunter auch ca. 220 Schülerinnen und Schüler des Ratsgymnasiums. 

Der Wettbewerb ist gedacht als eine „Veranstaltung, deren Ziel die Unterstützung der mathematischen Bildung an den Schulen ist, die Freude an der Beschäftigung mit Mathematik wecken und festigen und durch das Angebot an interessanten Aufgaben die selbstständige Arbeit und die Arbeit im Unterricht fördern soll“. Dass dieses Ziel bei vielen Schülerinnen und Schülern erreicht wird, konnte man am „Känguru-Tag“ erleben – er ist am Ratsgymnasium mittlerweile eine Institution mit einer ganz besonderen Atmosphäre (Matte-Matik) für alle Beteiligten und entsprechend großer Beteiligung.

Aber auch die Ergebnisse können sich sehen lassen!

Über erste Preise konnten sich allein 3 Schüler freuen, über zweite Preise 5 und über dritte Preise 12 Schülerinnen und Schüler. Bemerkenswert, dass alle 1. Preise aus dem Jahrgang 6 stammen: Jonas Kunis, Fanny Behrens und Jonah Kröger konnten große Sachpreise entgegenehmen.

Erste Preise erhalten pro Klassenstufe etwa die besten 0,8 % der Teilnehmer, zweite Preise gibt es für die nächsten rund 1,6 % und dritte Preise etwa für die nächsten 2,4 %, so dass insgesamt rund 5 % der Teilnehmer einen Preis erhalten. 

Den bei der Siegerehrung anwesenden Schülerinnen und Schülern bereitete es keine Schwierigkeiten herauszufinden, dass im Gegensatz dazu am Ratsgymnasium fast 10 % der Teilnehmer einen Preis gewonnen haben – prozentual also etwa doppelt so viele wie im Durchschnitt!

Die Preisträger waren dementsprechend stolz auf ihre Leistungen – und das mit Recht.

Herzlichen Glückwunsch!

Text & Foto: Robert Stutzenstein, 18.05.2019

Die Basketballmannschaft der Mädchen aus der Wettkampfklasse III hat am 10. Mai 2019 ihren Titel als Bundessieger im Frühjahrsfinale „Jugend trainiert für Olympia“ erfolgreich verteidigt.

Am Mittwoch starteten die Mädchen mit souveränen Siegen in  die Vorrunde, die Serie wurde trotz Verletzungspech und Ausfall wegen Krankheit in der Zwischenrunde und im Halbfinale fortgesetzt.

Auf technisch hohem Niveau und flink auf den Beinen wurde die Vorrunde mit 160:44 Körben absolviert und die Zwischenrunde ergab eine Differenz von 81 Körben. Im Halbfinale wurde die Vertretung aus NRW  Schloss Hagerhof Bad Honnef  54:22 besiegt. Damit war der Finalgegner des Vorjahres ausgeschieden und im Finale ging es wieder gegen die Vertretung aus Hessen, die aus der Zwischenrunde schon bekannt war.

Zur Halbzeit reichte es „nur“ zu einem Punkt Vorsprung, aber am Ende siegte die Cleverness und Erfahrung der eingespielten Mannschaft des Ratsgymnasiums, die die taktischen Maßnahmen hervorragend umsetzen konnte. 

Mannschaft und Coaches Jörg Bergmann und Luisa Schröder und viele begleitende Eltern lagen sich beim Endstand von 42:34 in den Armen. Waren die Mädchen im letzten Jahr noch ein wenig der Überraschungssieger, so bestätigten sie heute  auf hohem Niveau und mit großem Teamgeist ihren erneuten verdienten Bundessieg. Sie erhielten außerdem große Komplimente für ihren fairen und freundlichen Auftritt während des Turniers und wurden somit wunderbare Botschafterinnen der Schule.

Dank der langjährigen hervorragenden Zusammenarbeit mit dem BBC Osnabrück und der Vorbereitung durch Jörg Bergmann und Jörg Scherz wird am Abend die Auszeichnung in der Max-Schmeling-Halle entgegen genommen und anschließend Party gemacht. Allerdings werden ein paar Teilnehmerinnen schon auf dem Weg nach Hause sein, da sie am Samstag sofort wieder bei den Deutschen Vereinsmeisterschaften in Göttingen auflaufen müssen.

Am Montag werden wir sie aber alle auf dem Schulhof feiern: Carlotta Bunse, Laura Pleister, Charlotte Kreutzkämper, Lilly Ruße, Louisa Riehemann, Lotta Bleeker, Frieda Bühner, Luise Hansmann, Jana Lüssenheide, und Coaches Jörg Bergmann und Luisa Schröder.

Weitere Bilder vom Finale gibt es hier.

Text: Lothar Wehleit, 10.05.2019


Die Teilnehmer des diesjährigen Rats-Mathematik-Wettbewerbes konnten am Donnerstag, den 2. Mai, in einer kleinen Feierstunde endlich ihre wohlverdienten Preise entgegennehmen. Zuvor zeigten die 27 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 5 bis 10 in einer Hausaufgaben- und einer Klausurrunde ihr Können.

Die besonderen Leistungen der Sieger wurden mit Buchpreisen belohnt, die von den Organisatoren Frau Busch und Herrn Koch überreicht wurden.   

Wir gratulieren allen Teilnehmern für ihr Durchhaltevermögen bei den herausfordernden und kniffligen Aufgaben. 

1. Platz: Ronja Vogt 5d, Robert Lindemann 6b, Fenja Krebs 8d, Jan Ole Egbers 10e
2. Platz: Jonas Kunis 6c, Mika Danner 8b, Paul Elfering 10e
3. Platz: Hugo Bauschulte 5b, Sarosh Hinawi 8b

Text und Foto: Frank Pundsack, 09.05.2019


„Türen öffnen“ – so lautete das Motto der dritten Auflage des Schreibzirkus‘ am Ratsgymnasium. Jeden Tag durchschreiten wir zahlreiche Türen. Wer oder was erwartet uns auf der anderen Seite? Verbirgt sich dahinter ein Abenteuer oder gar eine fantastische Welt mit Elfen, Feen und Einhörnern? Oder steht das Motto als Sinnbild für die Erfüllung von Träumen oder die Eröffnung neuer Horizonte? Nachdem 74 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5-7 an einem Nachmittag im Januar Ideen zu diesem Motto gesammelt und geordnet und ihre Geschichten geschrieben hatten, öffneten sich am Dienstag, den 7. Mai die Türen der Aula, um Raum zu geben für die Verkündung der Sieger. Auch die Juroren hatten es sich nicht nehmen lassen, zu dieser Feierstunde in die Schule zu kommen, um die Siegergeschichten vorzutragen und einen Einblick in das kreative Schaffen der Schreibakrobaten zu geben. 

Helene Sundermann (5a) belegte mit ihrer Geschichte „Für den Regen!“ im fünften Jahrgang den ersten Platz und überzeugte die Jury mit einer märchenhaften Erzählung, in der ein Mädchen mehrere knifflige Rätsel lösen muss, damit es endlich wieder regnet und die Blumen im Beet wieder wachsen können. Ricarda Dünne (5a) und Ronja Vogt (5d) schafften es auf die Plätze zwei und drei.

Inspiriert durch die Geschichte der Oma einer Freundin verfasste Laura Köcher (6e) eine sehr sensible Erzählung, in der die Ich-Erzählerin ihrer an Demenz erkrankten Oma aus einem Kinderbuch vorliest und ihr so eine Tür zurück in ihr altes Leben öffnet. Mit dieser Erzählung belegte sie den ersten Platz im sechsten Jahrgang, gefolgt von Jonas Kunis (6c) und Daniel Cancik (6b).

Romy Kosma (7c) entführt als Erstplatzierte des siebten Jahrgangs ihre Leser in die Welt der Grand Hotels. Ein noch jugendlicher Protagonist arbeitet als Concierge und geht einem Rätsel auf den Grund, denn viele ältere Menschen benutzen den Aufzug, obwohl sie gar nicht im Hotel wohnen. Dieser entpuppt sich schließlich als Sinnbild für den letzten Weg in den Himmel. Auch Jamila Schabbing (7e) und Sophie Saatkamp (7b) wussten die Jury mit ihren Geschichten in den Bann zu ziehen – sie belegten die Plätze zwei und drei.

Einen kleinen Eindruck in die Ideenwelten der kreativen Schreiberinnen und Schreiber bietet das Büchlein, in dem alle Siegergeschichten dank der freundlichen finanziellen Unterstützung durch die Felix Schoeller Group veröffentlicht und allen Teilnehmern zusammen mit einer Teilnehmerurkunde überreicht werden konnten. Die Preisträger erhielten zusätzlich Sachpreise, die von den Buchhandlungen Wenner und zur Heide gestiftet wurden.

Wir gratulieren herzlich allen Preisträgerinnen und Preisträgern und freuen uns schon jetzt auf viele kreative Köpfe beim Schreibzirkus im kommenden Schuljahr!

Text und Foto: Janine Rörsch-Eisenberg, 09.05.2019


Mit großer Freude und unendlicher Erleichterung wird der Beschluss des Stadtrats begrüßt, die Erweiterung des Ratsgymnasiums durch einen Solitärbau zu realisieren. Dieser Beschluss sorgt dafür, dass auch in Zukunft die hohe Schulqualität am Ratsgymnasium erhalten bleibt.

Wir möchten uns bei allen bedanken, die unser Anliegen in den letzten Monaten bis hin zur Entscheidung im Rat der Stadt am 30.4.2019 unterstützt haben. Unser Dank gilt besonders den Mitgliedern der Fraktionen im Rat, die sich persönlich intensiv mit unserem Anliegen auseinandergesetzt haben um eine sachgerechte Lösung zu finden. Die Abstimmungsgemeinschaft aus CDU, BOB, den Linken, der FDP, dem Piraten und dem Oberbürgermeister leistet damit einen großen Beitrag dazu, den Schülerinnen und Schülern am Ratsgymnasium weiterhin ein positives Lernumfeld zur Verfügung zu stellen.

Vorwürfe ans Ratsgymnasium bezogen auf eine Bevorzugung rufen Verwunderung hervor. Seit fast 50 Jahren müssen Schülerinnen und Schüler Unterricht in Containern erleben. Auch haben wir aus Sparsamkeitsgründen immer auf die Einrichtung einer Mensa verzichtet und beschränken uns auf unsere in Eigenleistung erstellte Cafeteria. Wir glauben nicht daran, dass eine Neiddebatte, wie sie von den Grünen initiiert wird, hilfreich ist. Sie entbehrt jeder sachlichen Grundlage. Das Ratsgymnasium war und ist immer daran interessiert, sparsam und effizient das Beste für die Schülerinnen und Schüler zu erreichen.

Wenn unsere Schülerinnen und Schüler im Rahmen ihres Engagements gelernt haben, an Entscheidungsprozessen mitzuwirken, indem sie ihre Interessen formulieren und politische Gremien informieren, so ist das kein zu kritisierender Lobbyismus sondern gelebte Demokratie.

Wir setzen jetzt auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit der Schulverwaltung bei den weiteren Planungsschritten und sehen der kommenden Zeit mit der Errichtung des Neubaus mit Freude entgegen.

gez.      Lothar Wehleit, Schulleiter des Ratsgymnasiums

Manfred Huesmann, stellvertr. Schulleiter des Ratsgymnasiums

Foto: Silke Klar

Ratsgymnasium feiert Schulpartnerschaften mit der EU-Hymne in sechs Sprachen „Freude, schöner Götterfunken“ auf Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch, Polnisch und Finnisch von 1000 Schülern gesungen – das hat Osnabrücks Markt vorher wohl noch nie erlebt. Anlass war das Jubiläum internationaler Schulpartnerschaften des Ratsgymnasiums.

Osnabrück 50 Jahre Schüleraustausch mit der Royal Grammar School High Wycombe in England, 40 Jahre mit dem Lycée St. Martin in Angers, Frankreich, 10 Jahre mit Kontiolahti Koulu, Finnland, 10 Jahre mit der Pipers Corner School High Wycombe, England, und 8 Jahre mit dem Niftarlake-College in Maarssen, Niederlande – ergibt zusammen 118 Jahre gelebter Partnerschaften mit fünf Schulen jenseits der nationalen Grenzen.

Um das halbe Dutzend voll zu machen, setzten die Schulleiter des Ratsgymnasiums, Lothar Wehleit, und des Lyzeum Nowodworek in Krakau, Jacek Kaczor, ihre Unterschriften unter eine weitere Partnerschaftsurkunde. Damit ist das bereits vor Jahren als „Europaschule“ ausgezeichnete Ratsgymnasium nun auch mit einer Schule im östlichen Nachbarland Polen verbunden.

Für Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) waren die Jubiläen ein Anlass, nach Osnabrück zu kommen und zu gratulieren. Der Festakt fand im Friedenssaal statt – ein passenderer Ort für die Feier des Ratsgymnasiums als der historischen „Schule des Rates der Stadt“ war kaum denkbar.

Oberbürgermeister Wolfgang Griesert bat den Minister als erste Amtshandlung um sein Autogramm – Tonne durfte sich im Goldenen Buch der Stadt verewigen. Anschließend überreichte er ihm als Gastgeschenk eine Miniatur des Friedensreiters. Der Westfälische Frieden von 1648 habe den Weg gebahnt für das spätere europäische Zusammenwachsen, sagte er. In neuerer Zeit seien die Schulpartnerschaften genauso wie die Städtepartnerschaften wichtige Elemente, die den Anspruch Osnabrücks, eine Friedensstadt zu sein, mit Leben erfüllten.

Tonne griff den Gedanken des Friedenssaals als des Ortes auf, an dem die europäische Idee maßgeblich entwickelt worden sei, und bat die anwesenden Schülervertreter, nicht nachzulassen und den regen Austausch mit den Partnerschulen weiter zu pflegen. „Ihr lebt das geeinte Europa wie selbstverständlich und selbstbewusst. Dabei hinterlasst Ihr Spuren, Ihr helft, den Frieden zu sichern“, sagte er. Und er erinnerte daran, dass Frieden und Demokratie immer wieder neu erlernt und verteidigt werden müssten. Die junge Generation solle laut sein und den Europagedanken nach außen tragen. „Vielleicht wäre es nicht zum Brexit-Votum gekommen, hätten sich mehr junge Briten am Referendum beteiligt“, mutmaßte Tonne.

Die gewünschte Lautstärke herrschte dann draußen auf dem Markt. Die gesamte Schülerschaft des Ratsgymnasiums mit Ausnahme des zwölften Jahrgangs, der zur selben Zeit über den Abiturklausuren brütete, war erschienen, noch verstärkt durch gerade an der Schule weilende Austauschschüler aus England, Frankreich und Finnland. In vier Gruppen sangen sie im Wechsel die Europahymne „Ode an die Freude“ in verschiedenen Sprachen, wobei die Schülerkapelle des Ratsgymnasiums kräftig unterstützte. Wehleit und seine Schulleiter-Kollegen aus vier Nationen stimmten aus voller Kehle mit ein. Wehleit hatte zuvor die „lieben Freunde“ aus England, Frankreich, Finnland und Polen namentlich willkommen geheißen und den verantwortlichen Lehrern in den beteiligten Schulen gedankt, ohne die Austausche in dieser Kontinuität nicht denkbar wären. Als besonders weitsichtig und mutig bezeichnete er den Start mit High Wycombe vor 50 Jahren, als die Katastrophen des 20. Jahrhunderts noch viel präsenter waren als heute. „Ich weiß von keiner länger währenden deutsch-englischen Schulpartnerschaft in Niedersachsen als unserer“, stellte er fest und deklinierte seine Grußworte anschließend dem Anlass angemessen auch in Englisch und Französisch durch.

Die angesprochenen Gäste erwiderten überwiegend auf Deutsch. Direktor Jacek Kaczor aus Krakau sprach von einem „magischen Moment“, den er angesichts der geschichtlichen Bedeutung des Friedenssaales bei der Unterzeichnung empfunden habe. Die finnische Schuldirektorin Auli Pilkki dankte für die Chancen, die sich dank Europa ihrem Land im hohen Norden eröffnet hätten. Der französische Directeur François Roseray berichtete stolz von den fruchtbaren Kontakten nach Osnabrück, die bereits zu einer Eheschließung und einem deutsch-französischen Partnerschaftskind geführt hätten. Der englische Headmaster Philip Wayne schließlich brachte die Erwartung zum Ausdruck, dass seine Schüler auch nach einem Brexit sich weiterhin als gute Europäer fühlen würden. Er hoffe, dass eine kommende Generation britischer Politiker sich nicht so verhalten werde wie die derzeitige.

Text: Joachim Dierks aus der NOZ vom 03.04.2019, Video: Claus Adelski

Am Dienstag, dem 2.4., war es endlich wieder soweit: die Löwen AG des Rats schaute mal wieder im Zoo vorbei! Zunächst natürlich bei `unseren´ Löwen, die sich wie gewohnt in ganzer Pracht in der Außenanlage präsentierten. Leider in reduzierter Anzahl: die 18-jährige Löwin Nyota musste nach längerer Krankheit trotz intensiver ärztlicher Betreuung vor Kurzem eingeschläfert werden. Danach wurde ihr Rudel zum Abschiednehmen noch mal zu ihr gelassen- ähnlich wie bei Elefanten, die noch lange bei einem toten Artgenossen bleiben bzw. oft an die gleiche Stelle zurückkehren, ist es auch für Löwen wichtig realisieren zu können, dass ein Mitglied der Gruppe nicht mehr lebt.
Unser eigenes `Rudel´ war aufgrund diverser Termine der AG Teilnehmer leider auch nur in kleiner Gruppenstärke vertreten. Trotzdem hatten wir großen Spaß dabei, auch die anderen Tiere Afrikas zu besuchen: Giraffen, Antilopen, Warzenschweine, Servale, Hyänen, Schimpansen und viele mehr. Selbst etwas Zeit zum Auskundschaften der Abenteuerspielplätze blieb noch…

Alles in allem ein toller Nachmittag!

Text & Foto: Karin Schneider, 03.04.2019

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern, liebe Kolleginnen und Kollegen!

Jubiläum der Schulpartnerschaften

In diesen Tagen beginnen die Vorbereitungen für das Jubiläum unserer Schulpartnerschaften am 01. April:

50 Jahre                  Royal Grammar School – High Wycombe (England)

40 Jahre                  Lycée St. Martin – Angers (Frankreich)

10 Jahre                  Kontiolahti Koulu – Kontiolahti (Finnland)

10 Jahre                  Pipers Corner School – High Wycombe (England)

8 Jahre                     Niftarlake-College (Niederlande)

In einem Festakt im Friedenssaal des Rathauses wollen wir uns über die langjährigen und neueren Freundschaften freuen. Der Festakt wird am Montag, den 01.04.2019, um 10:00 Uhr beginnen. Ehrengast wird der Niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne sein. Im Rahmen dieser Feierstunde wird auch die neue Partnerschaft mit dem Liceum Nowodworek aus Krakau offiziell geschlossen. Im Friedenssaal hat bekanntermaßen nur eine begrenzte Zahl von Gästen Platz. Die Teilnehmer im Saal werden deshalb im Anschluss auf dem Marktplatz musikalisch von allen Schülerinnen und Schülern des Ratsgymnasiums begrüßt. Die Proben dazu laufen bereits. Am 01. April wird sich deshalb die ganze Schule gemeinsam mit den Gastschülern und der Ratskapelle um ca. 11:15 Uhr auf den Weg zum Rathaus machen. Nach der musikalischen Präsentation durch den Gesang der ersten Strophe der „Ode an die Freude“ aus Beethovens 9. Symphonie – Melodie der Europahymne – in verschiedenen Sprachen ist der Unterricht an diesem Tag zu Ende. Betreuung im Ganztagsbereich wird aber stattfinden und die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler werden zur Schule zurück begleitet. 

Liebe Eltern, Sie sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung auf dem Marktplatz teilzunehmen. Bringen Sie Ihre Instrumente mit oder singen Sie mit, die Noten  und die Texte finden Sie ab Freitag, den 22.03.2019, auf der Homepage. Am Nachmittag werden die Austauschpartner aus England, Frankreich und Finnland zum Drachenbootrennen mit ihren deutschen Gastgebern zum Ruderhaus fahren. Wir bitten Sie um Fahrdienste. Wir hoffen natürlich, dass das Regenwetter der vergangenen Tage auch am 01.April Pause machen wird.

Unsere Partnerschulen werden alle durch die Schulleitungen vertreten sein. Aufgrund besonderer Bedingungen in Polen und in den Niederlanden werden die polnischen Schüler aber erst im Mai kommen und der Austausch mit den Niederlanden musste bereits in der vergangenen Woche stattfinden.

Erstellung der neuen Klassenräume

Auf der Gesamtkonferenz am 11.02.2019 hat sich dieses Gremium eindeutig gegen einen Anbau am Altbau und für einen Solitärbau an der Grenze zum Schlossgarten ausgesprochen. Die Stellungnahme der Schule ist inzwischen den Fraktionen des Stadtrats und den Mitgliedern des Schulausschusses zugeleitet worden. Es wird von uns daran gearbeitet, dass ein Anbau am Altbau verhindert wird. Leider hat diese neue Variante und die Diskussion darum inzwischen zu erheblichen  Verzögerungen im Bauvorhaben geführt. Ebenso ist dadurch die Renovierung im Altbau (Farbkonzept ist seit dem Sommer 2018 fertig) und die Renovierung und Neugestaltung der Bibliothek (35000,00 € aus dem Sponsorenlauf) aufgeschoben worden, da bei einem Anbau am Altbau mit erheblichen Eingriffen in den Schulbetrieb zu rechnen ist.

Umwelt-AG

Die Mitglieder der Umwelt-AG weisen erneut daraufhin, dass 

a) die Mülltrennung in den Klassenräumen noch verbesserungswürdig ist und 

b) umweltschonendes Schreibmaterial z. B. Hefte und Collegeblocks in der Schule zu erwerben sind.

Fridays for Future

Die Initiative der Schülerinnen und Schüler bei den Demonstrationen „Friday for Future“ wird auch dazu anregen müssen, die Ziele für Studienfahrten zu überdenken. Am Freitag in der Schulzeit für die Verhinderung der Klimakatastrophe zu streiken und sich dann in den Flieger nach Barcelona/Stockholm/Venedig zu setzen passt nicht zusammen. 

Im Übrigen verweise ich auf die Aussage der Landesschulbehörde. Nicht anwesende Schülerinnen und Schüler müssen mit einer Auflistung von unentschuldigten Unterrichtsstunden rechnen und die nicht erbrachte Leistung wird entsprechend mit 0 Punkten oder ungenügend bewertet.

Im Grundsatz unterstütze ich das Anliegen der Jugendlichen. Nach der inzwischen in allen Medien erzeugten Aufmerksamkeit wäre der nächste Schritt zur Erhöhung der Glaubwürdigkeit die Verlegungen der Demo auf Freitagnachmittag.

Oder wie wäre es mit einer Menschenkette und Schildern am Samstagvormittag: Rathaus-Dom-Theater-Nikolaiort-Krahnstraße-Bierstraße-Rathaus? Damit würden die Organisatoren auch die Beteiligung von Chaoten vermeiden.

Wichtige Termine bis zu den Sommerferien

Donnerstag, 28.03.2019Zukunftstag
(Anträge im Internet )
Donnerstag, 28.03.2019Beginn des schriftlichen Abiturs
Montag, 01.04.2019Jubiläum der Schulpartnerschaften
Montag, 08.04.2019Beginn der Osterferien
Dienstag, 23.04.2019Ende der Osterferien
Donnerstag, 25.04. bis Freitag, 26.04.2019Anmeldungen für die neuen Klassen 5
Freitag, 26.04.2019Jahreshauptversammlung des Ehemaligenvereins
Mittwoch, 22.05.2019Studientag des mündlichem Abitur
Dienstag, 28.05.2019Information zum Wahlunterricht Jahrgang 8
Freitag, 31.05.2019Brückentag Himmelfahrt
Montag, 03.bis Freitag, 7.06.2019Klassenfahrten Jahrgang 6, 8, 10
Dienstag, 11.06.2019Pfingstferien
Montag, 24.06. bis Mittwoch, 26.06.2019Nachprüfungen zum Abitur
Dienstag, 25.06. bis Donnerstag, 27.06.2019Zeugniskonferenzen
Freitag, 28.06.2019Wiedersehen mit den Jubilaren des Abiturs nach 25, 40, 50, 60, 65, 70 Jahren
Samstag, 29.06.2019Verabschiedung der Abiturientia 20199:30 Uhr Gottesdienst Katharinenkirche11:00 Uhr Feier in der Schlosswallhalle
Dienstag, 02.07.2019Verabschiedung des Schulleiters
Mittwoch, 03.07.2019Ausgabe der Versetzungszeugnisse in der 3. Stunde 
Donnerstag, 04.07.2019Beginn der Sommerferien
Donnerstag, 15.08.20191.Schultag im Schuljahr 2019/20

Lothar Wehleit
Oberstudiendirektor

Die diesjährige Osnabrücker Mathematik Olympiade (OMO) in Bad Iburg war ein voller Erfolg für unsere Schüler. Zwei Teams der Jahrgänge 7-10 und ein Team der Klassen 5 und 6 lösten am Mittwoch schwierige Aufgaben, bei denen man die Ohrenanzahl der seltsamen Lebewesen des Planeten „Horch“ bestimmen sollte, besondere Zahlen mit diversen Eigenschaften finden und eigenwillige Bodenbeläge berechnen musste. Alles also hilfreiche Anwendungen im Alltag. Diese Probleme meisterte das Team mit Jonna Bleeker, Paul Elfering, Xuan Ngo und Felicitas Klann so gut, dass es einen beachtlichen 5. Platz belegte. So gut war bisher noch keine Ratsmannschaft vorher.

Noch besser allerdings schnitt das durch Krankheit eines Mitschülers geschwächte Team mit Leo Papenhausen, Fenja Krebs und Jan Ole Egbers ab, das damit in der zweiten Runde Lösungsideen zu zwei weiteren Aufgaben präsentieren durfte. Auch hier gingen unsere Schüler zu ihrer eigenen großen Überraschung als Sieger hervor und holten damit zum ersten Mal den begehrten Wanderpokal ans Rats. Außerdem gab es für jeden noch großzügige Buchgutscheine und natürlich für alle Teilnehmer eine Urkunde zur Erinnerung. Das Team der Unterstufe (Bennet Knäuper, Jonas Kunis, Leo Braune und Kilian Köster) holte nach einer Knobel- und einer Sportrunde einen guten Platz im Mittelfeld der Teilnehmer. Allen Schülern einen herzlichen Glückwunsch zu dieser Leistung.

Text: Katja Linn

Am Eingang begrüßen Venus und Ceres die Eintretenden, auf der Treppe weisen Vulcanus, Iuno und Minerva den Weg zur Aula, Mercur fliegt durch die Gänge. Wer am späten Freitagnachmittag das Ratsgymnasium betritt, fragt sich, ob er sich nicht in Osnabrück, sondern auf dem Olymp befindet. Und die Antwort lautet: Genau richtig gedacht, er ist es – jedenfalls fast! Tatsächlich halten sich hier leibhaftig die Götter der alten Römer auf, denn heute ist am Ratsgymnasium Halbgöttinnen- und Halbgöttercasting!

Pünktlich verspätet um kurz nach 17.00 Uhr fliegt der Götterbote Mercur (quasi die WhatsApp der Antike) auf der Bühne der Aula ein und fliegt angesichts seiner geschwinden Geschwindigkeit fast an Minerva vorbei, der wiederum gerade ihre Eule entflogen ist. Nach einer kurzen lateinisch-deutschen Diskussion darüber, ob die anwesenden Kinder wohl Latein können oder nicht, stellt Mercur seinen Auftrag vor, den er von Iupiter erhalten hat: Iupiter langweilt sich, weil auf dem Olymp so viele alte Götter herumhängen. Deswegen soll Mercur für neue Halbgöttinnen und Halbgötter sorgen, und deswegen haben sich einige Göttinnen und Götter zuletzt als Studenten getarnt, um in Osnabrück zu überprüfen, ob es hier genügend HalbgötterInnenmaterial zu erobern gibt!

Eingeteilt in drei Gruppen werden die ausgewählten 4.- und 6. Klässler nun in ihr jeweiliges Trainingscamp geführt. Wie einst der bärenstarke Hercules, der nach Erledigung schwerster Aufgaben die Aufnahme in den Olymp fand, müssen die Kinder nun 12 halbgottwertige Aufgaben erledigen, um es ihm gleichzutun. Jede erfüllte Aufgabe wird mit einem der begehrten Stempel auf der Stempelkarte honoriert. Zu den Aufgaben gehört es u. a., die jeweiligen Gruppenleitungsgöttinnen und ihre Aufgaben zu erkennen, die 12 Aufgaben des Hercules zu ordnen und einem ausgewählten Gott Farbigkeit zu verleihen. In Runde zwei werden die unverzichtbaren Lorbeerkränze angefertigt, die Kenntnis göttlicher Fähigkeiten in einem göttlichen Brettspiel überprüft und die Geschicklichkeit getestet, aus einem Wollknäuel-Labyrinth zu entkommen. 

In der Pause präsentieren die DienerInnen der Ceres die Gaben des Feldes, frisch und liebevoll zubereitet zu Zyklopen-Sandwiches, dazu gibt es Nektar und Ambrosia – und natürlich die Hauptmahlzeit der Götter: Die Götterspeise! Diese auf göttliche Weise zu verspeisen, ohne sich (oder andere …) dabei zu bekleckern, gehört ebenfalls zu den 12 Aufgaben. 

Nach dieser unverzichtbaren Stärkung, zu der einige potentielle HalbgötterInnen geradezu gezwungen werden müssen, da sie sich von den Brettspielen und anderen Aufgaben kaum lösen können, geht es dann in die entscheidende Phase: Im Rahmen des Chaos-Spiels („Am Anfang war das Chaos“ – so stellt sich der alte Grieche ja den Beginn der Welt vor, so ähnlich wie ein Kinder- oder Klassenzimmer …) warten nun die entscheidenden letzten Hercules-Aufgaben: Kein geringerer als der nemäische Stofftierlöwe muss gebändigt werden, von einzelnen liebevoll am Kartenständer aufgehängt, die Augiasställe müssen gereinigt werden (so sauber hat man nach Entsorgung der Müllbeutel durch die Kandidaten wohl selten einen Klassenraum gesehen!), die goldenen Äpfel der Hesperiden müssen dem Atlas (auch bekannt unter dem Namen Diercke) entrissen und sein Erdball, der früher einmal ein Fußball war, dreimal hochgehalten werden. Auf dem Weg dorthin wiederum gilt es u.a., Spaghetti mit dem Mund in Makkaroni zu stecken oder eine menschliche Halbgötterpyramide zu gestalten. Vereinzelt wird der Schulflur als Bobbahn genutzt, auf der mit Anlauf bäuchlings die Rutschfähigkeit getestet wird – dies gehört freilich nicht zu den 12 Aufgaben, sondern testet eher das Nervenkostüm der göttlichen Gruppenleitungen: Minerva, Vulcanus, Venus und Co. kämpfen immer wieder einmal mit dem unbändigen Temperament des einen oder anderen Kandidaten, der sich der Gefahr durch Iupiters Blitze nicht bewusst ist.

Während der HalbgötterInnen-Tests flattert auch immer wieder Mercur herein, um Bilder für Iupiter zu schießen, denn Iupiter wartet natürlich auf den Bericht. Und am Ende kann Mercur nach Rücksprache mit seinen göttlichen StudentInnen (oder studentischen GötterInnen) feststellen, dass fast alle AnwärterInnen auf einen Platz im Olymp sämtliche 12 Aufgaben mit größter Gründlichkeit bewältigt haben, nur eine klitzekleine Anzahl hat es nur auf 11 Stempel gebracht, da in diesem Fall eine ordnungsgemäße bzw. regelgerechte Handhabung der Aufgabenstellung misslang … Hier wird vielleicht noch einmal der Umweg über ein Training bei Poseidon oder Pluto empfohlen (manche Aufgaben lassen sich sicherlich in geringerer Lautstärke erledigen …)!

Bei der großen Abschluss-Versammlung in der Aula können dementsprechend nun allen Kindern die Urkunden übergeben werden, die ihnen ihre Aufnahme als Halbgöttin oder Halbgott in den Olymp bestätigen – die Göttergemeinschaft gratuliert allen Halbgöttinnen und Halbgöttern zu der tapferen Erledigung der zahlreichen Aufgaben und zu der Aufnahme in den Olymp! 

Wir hoffen, dass es für alle Beteiligten ein möglichst spannender, lustiger, interessanter, göttlicher Abend gewesen ist!

Der Dank des Mercur geht dabei auch noch einmal an die beteiligten KollegInnen und vor allem an die großartigen, göttlichen StudentInnen, die mit ihrer unglaublich umfangreichen, gründlichen, kreativen und liebevollen Vorbereitung und Durchführung diesen Götterabend überhaupt erst ermöglicht haben! Iupiter wird nicht nur stolz darauf sein, sondern sich sicherlich auch an den neuen Halbgöttinnen und Halbgöttern erfreuen!

Text & Foto: Mark Rippel, 25.03.2019


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